Woodboom im G-Pulse Interview: Diese Möbel vereinen die Liebe zur Natur und zum Handwerk

Massivholzmöbel sind für woodboom mehr als nur Gegenstände. Sie entwerfen ihre Möbel und Wohnaccessoires mit Leidenschaft und viel Liebe – zum Handwerk und zur Natur. Sie arbeiten hauptsächlich mit Vollholz wie Eiche und Kiefer sowie mit Stahl. Wertigkeit ist dem Label wichtiger als neue Trends, die oftmals nur kurzweilig sind. Im Interview berichtet Mischa, Gründer und Geschäftsführer von woodboom, von den Anfängen seiner Arbeit und beschreibt was seine Möbel so besonders macht.

G-Pulse Redaktion: Mischa, Du bist Geschäftsführer von woodboom. Erzähl uns von den Anfängen des Unternehmens.

Mischa: Ich war schon früh neben der Schule als Selbständiger im Medienbereich tätig, doch da hat es mich nicht gehalten. Mit 24 Jahren habe ich dann woodboom gegründet – da war mir aber nicht bewusst, was innerhalb von fünf Jahren aus dem Vorhaben, in der Möbelindustrie aktiv zu sein, werden kann. Anfangs verkaufte ich selbst gebaute Kleinprodukte und Tische über Plattformen wie Etsy, Dawanda und Selekkt. Das war alles neu. Als Selbständiger einer Plattform beizutreten, auf der man seine selbst gebauten Möbel vertreiben kann, gab es zuvor nicht.

Als Selbständiger einer Plattform beizutreten, auf der man seine selbst gebauten Möbel vertreiben kann, gab es zuvor nicht. Ich hatte also viel Glück mit dem richtigen Start-Zeitpunkt meiner Tätigkeit. Durch mein altes Netzwerk akquirierte ich auch den ersten Großauftrag: die Ausstattung einer Gastronomie am Bodensee. So kam es auch, dass wir direkt eine GmbH gründeten. Es folgten zwei sehr kreative, arbeitsintensive Jahre mit Fokus auf das Objektgeschäft: Gastro, Restaurants, Hotels und viele Airbnb-Besitzer waren unsere ersten Kunden. Wir bekamen die Möglichkeit unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und jedes Projekt individuell zu entwickeln. So hatten wir im Zuge des dritten Geschäftsjahres ein riesiges Produktportfolio. Das skalierten wir runter, entwickelten die besten Möbel weiter und konzentrieren uns seitdem auf unsere Plattform woodboom.de, wo wir hochwertige Massivholzmöbel wie Tische, Betten und Kleinmöbel an Privatkunden vertreiben.

„Woodboom steht für Vollholz, Stahl und Liebe.“

Porträtfoto von woodboom Gründer und Geschäftsführer Mischa-Amadeus Olma
Woodboom Gründer und Geschäftsführer Mischa-Amadeus Olma. Quelle: woodboom

G-Pulse Redaktion: Wie bist Du zum Möbeldesign gekommen?

Mischa: Ich nehme an, dass der Einfluss meines Elternhauses viel damit zu tun hat. Wir Kinder sind inmitten von Massivholzmöbeln, der Natur und dem Bewusstsein zur Natur aufgewachsen. In meiner schulischen Bildung auf einer Waldorfschule stand das Thema handwerkliches Arbeiten stark im Fokus und motivierte mich für die weiterbildende schulische Ausbildung zum Produktdesign-Assistenten.

Als ich 2015 nach Berlin zog, hat mir mein Vater geholfen, die Möbel für meine erste Wohnung zu bauen. Zu diesem Zeitpunkt gingen auch die ersten Plattformen online. Meine Erfahrungen im Medienbereich bestärkte mich, mein Glück zu versuchen und die für mich und später auch für Freunde entwickelten Möbel online zu vertreiben.

 

G-Pulse Redaktion: Wer steckt noch hinter woodboom?

Mischa: Wir arbeiten mit in einem Kernteam von vier jungen Family-Members. Seit Anfang an dabei ist David, unser Schreiner in der Werkstatt, der sich auch viel um unsere Hallencommunity kümmert. Joschka, mein Bruder, der mittlerweile das Thema Content und den „social first“-Gedanken bei woodboom umsetzt. Und dann ist da noch Lisa, die sich als Werkstudentin, um Texte und Administratives kümmert. Drum herum sind wir mittlerweile ein Team von ca. 60 bis 80 Menschen, die woodboom organisch wachsen lassen und unsere Kunden mit hochwertigen Unikaten glücklich machen.

„Wir bauen Produkte, die ein Leben lang halten und wir folgen keinem Trend. Unsere Produkte sind eine gute Proportion „Natur für zu Hause“.“

Der woodboom newinq Nachttisch
Team woodboom
Eichentisch „Schräg“ mit Massivholzplatte

G-Pulse Redaktion: Wofür steht woodboom und was zeichnet Eure Möbel aus?

Mischa: Woodboom steht für Vollholz, Stahl und Liebe. Das sind die Materialien, die uns umgeben, mit denen wir uns beschäftigen und woraus wir mit viel Leidenschaft Möbel entwerfen und vertreiben. Man sieht den Möbeln an, dass sie mit Liebe zum Handwerk gebaut werden. Es geht nicht lediglich ums „Abarbeiten der Produktion“. Wir bauen Produkte, die ein Leben lang halten und wir folgen keinem Trend. Unsere Produkte sind eine gute Proportion „Natur für zu Hause“.

G-Pulse Redaktion: Was ist Dir an gutem Interior Design wichtig?

Mischa:Dass es authentisch ist und dass man einen Raum betritt und sich heimisch fühlt. Zu minimalistisch gehaltene Räume verkörpern oft Kälte. Es muss gemütlich sein – egal, ob Büro, Restaurant oder eben der private Lebensraum. Wertigkeit im Hinblick auf Möbel ist wichtig. Und dass es keine Wegwerfartikel bzw. besser gesagt keine Trendprodukte mit kurzer Haltbarkeit sind.

G-Pulse Redaktion:Wo kann man Eure Möbel anschauen und erleben?

Mischa: In erster Linie natürlich digital auf unserer Website, Instagram und weiteren Digital-Plattformen. Analog in Magazinen oder in unserem Showroom – eine lichtdurchflutetete Industriehalle in Berlin, in der wir auch teilweise produzieren. Seit neuestem aber auch in Wohnungen. Wir bauen gerade woodboomERLEBENauf: Internationale Ferienhäuser, in denen man testen kann, ob die Möbel zu einem passen. Man kann sie anfassen, berühren und auch ein paar Nächte darüber bzw. darin schlafen kann.

G-Pulse Redaktion: Wir haben gesehen, dass Ihr auch die Design Apartments Weimar ausgestattet habt. Wir waren im Oktober vor Ort zum Instadttreffen. Welche Möbelstücke von Euch findet man in den Wohnungen?

Mischa: Das ist zum Beispiel eine der Wohnungen zum Thema woodboomERLEBEN. In den Design Apartments stehen zwei Betten von uns: das mit Stahlfüßen und das Stauraum-Bett.

 
 
 
 
 
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G-Pulse Redaktion:Euer Arbeitsplatz ist eine denkmalgeschützte Industriehalle in Berlin. Dort bietet ihr mittlerweile auch Workshops an. Worum geht es in den Workshops und an wen richten sie sich?

Ja, auch bei uns in Berlin arbeiten wir an dem Thema woodboomERLEBEN. Hier kann man zwar nicht übernachten, aber in einem unserer Workshops unter Anleitung kleine Möbel und Wohnaccessoires bauen – zumindest, wenn Corona es wieder zulässt.

Wir planen aber auch Workshops in den Bereichen Food, Kunst und anderen Handwerksbereichen anzubieten. Für letztes Jahr hatten wir bereits ein tolles, abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm aufgebaut – das wartet nur darauf, dass sich alles wieder normalisiert und die Halle Gäste willkommen heißen darf.

„Durch verschiedene Kanäle sind wir für unsere Kunden und Interessenten persönlich da. Keine langen Wartezeiten, keine Bots, keine Standard-E-Mails.“

G-Pulse Redaktion: Was steht als nächstes bei Euch an?

Mischa: Wir werden uns mit dem Thema Transparenz in der Möbelindustrie weiter beschäftigen und haben außerdem vor, woodboomERLEBEN weiter auszubauen. Ein paar neue Produkte werden in diesem Jahr ebenfalls kommen.

Kieferntisch „Schräg“ mit Massivholzplatte „4 Bohlen“ von woodboom
Regal "Organisch" aus Eiche von woodboom
Eichentisch „Gerade“ mit Massivholzplatte „4 Bohlen“ von woodboom

Aber vor allem arbeiten wir derzeit an einem Pionier-Thema: Kommunikation mit unseren Kunden. Wir wechseln vom e-Commerce zum c-Commerce. Was das bedeutet? Am besten probiert Ihr es einfach aus. Durch verschiedene Kanäle sind wir für unsere Kunden und Interessenten persönlich da. Keine langen Wartezeiten, keine Bots, keine Standard-E-Mails. WhatsApp ermöglicht es, sehr einfach zu kommunizieren. Dank einer Software können wir so den Kunden mit all seinen Fragen bis zum individuellen Warenkorb begleiten und auch nach Kaufabschluss für seine Bedürfnisse da sein.

So ist woodboom nicht nur ein Unternehmen in der Möbelindustrie – wir sind mittlerweile Ansprechpartner und ein fester Kontakt zum Thema Massivholzmöbel für unsere Bestandskunden und deren Freunde, Familien und Bekannten.

G-Pulse Redaktion: Vielen Dank für das interessante Gespräch und den Einblick in Eure Arbeit!

Wir wünschen Euch viel Erfolg bei den Umsetzen Eurer Pläne und sind gespannt auf die angekündigten Produktneuheiten.

Dass Möbel inzwischen mehr als nur Gebrauchsgegenstände sind, sondern auch Ausdruck der inneren Haltung, zeigt sich seit längerem in der Möbelbranche – zum Beispiel an der anhaltenden Beliebtheit für „Green Furniture“. Dem Aspekt der Nachhaltigkeit kommt dabei eine wachsende Bedeutung zu.

Die Möbel von woodboom sind aber nicht nur aus nachhaltigen Materialien gefertigt, sondern mit viel Liebe gestaltet, die in jedes einzelne Möbelstück einfließt. Das Unternehmen beweist: Nachhaltigkeit und Design müssen sich nicht ausschließen. Ihr Bestreben ist es, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit zum neuen Standard wird.

Wie gefallen Ihnen die Möbel von woodboom? Legen Sie bei der Wahl der Einrichtung Wert auf Nachhaltigkeit oder soll die Ausstattung aktuelle Trends widerspiegeln? Wir freuen uns über Ihren Beitrag.

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