Hoch hinaus: Fünf spektakuläre Wolkenkratzer

Wolkenkratzer sind das Aushängeschild moderner Metropolen. Sie bieten Lebens- und Arbeitsraum für Millionen Menschen und überwinden immer wieder die Grenzen von Design, Architektur und Technik. Im Folgenden stellen wir Ihnen fünf spektakuläre Projekte vor. Unsere Tour beginnt in Mailand und führt uns über Sankt Petersburg, Beirut und Bangkok bis nach Peking.

Wolkenkratzer in Mailand: Der „Verdrehte” Turm von Zaha Hadid

In Mailand steht ein Wolkenkratzer, der uns bildlich den Kopf verdreht. Der Turm mit der geschwungenen Form wurde von der Königin der Kurven, Zaha Hadid, entworfen – der ersten Frau, die den begehrten Pritzker-Preis gewonnen hat.

Die Handschrift der berühmten Architektin zeigt sich vor allem in der weichen, gedrehten Formgebung des Wolkenkratzers. Die Fassadenverkleidung verstärkt die gewundene Optik des Bauwerks und ist zudem auch energieeffizient. Das Gebäude wurde mit einem Nachhaltigkeitszertifikat nach LEED in Platin ausgezeichnet. Der Turm erstreckt sich mit seinen 44 Stockwerken auf 170 Meter Höhe und ist seit Juli 2018 Arbeitsplatz von rund 3.000 Mitarbeitern des Versicherungskonzerns Generali. Der sogenannte Generali Tower hat aufgrund seiner ungewöhnlichen Form auch schon einen lautmalerischen Spitznamen erhalten: Die Mailänder nennen ihn gerne „Lo Storto“ (Der Verdrehte). Aber auch der inzwischen verstorbenen Architekturikone Zaha Hadid wird mit dem Namen „Torre Hadid“ Ehre gebührt. Mit dem Wolkenkratzer hat die Irakerin ein neues unverwechselbares Wahrzeichen für Mailands Skyline geschaffen.

Quelle: Atellani LLC / YouTube

Russischer Rekordturm in Nadelform: Das Lakhta Center

Das Lakhta Center wurde im russischen Sankt Petersburg errichtet und im Januar 2018 eröffnet. Der Tower ist mit einer Höhe von 462 Metern seitdem der größte Wolkenkratzer Europas. Wie eine Nadel ragt das imposante Gebäude aus dem Stadtteil Lakhta empor. Geplant wurde das Lakhta Center vom Moskauer Büro Gorprojekt. Das Erdgasförderunternehmen Gazprom Group nutzt den Turm als Zentrale.So mächtig wie der Konzern ist auch dessen neue Heimat:

Das Betonfundament schaffte es mit über 19.000 Kubikmetern ins Guinness Buch der Rekorde. Die Gesamtfläche der Außen- und Innenverglasung umfasst satte 100.000 Quadratmeter – das entspricht etwa 14 Fußballfeldern. Das Lakhta Center mit seiner spitzen Form und der aufwendigen Glasfassade wurde so konzipiert, dass es Wind und Wetter auch in den rauen russischen Wintermonaten trotzt. Auf 370 Metern Höhe findet sich eine Aussichtsplattform für Besucher. Auch dieser gewaltige Wolkenkratzer konnte ein LEED-Zertifikat erlangen und entspricht damit internationalen Nachhaltigkeitskriterien.

Beirut Terraces: Wohnungen der Extraklasse

In Beirut befindet sich der Wohnturm, den die Baseler Architekten Herzog & de Meuron entworfen haben. In einem Nobelviertel der libanesischen Hauptstadt stapeln sich entlang der Fassade des Hochhauses Terrassen versetzt übereinander. Aus fünf verschiedenen modularen Bodenplatten ergibt sich eine außergewöhnliche Mischung aus Überständen und nutzbaren Außenflächen.

Durch die versetzte Anordnung der begrünten Außenflächen können die Bewohner nicht nur den atemberaubenden Meeresblick genießen, sondern dabei auch ihre Privatsphäre wahren.

Die großflächigen, deckenhohen Fenster und Glastüren sorgen dafür, dass Innen und Außen optisch fast verschmelzen. Mit 116 Metern ist das Gebäude „Beirut Terraces“ zwar nicht gerade das höchste unter den Design-Wolkenkratzern, überzeugt aber auch durch die besonders hohe Lebensqualität in den 132 Luxus-Appartements.

Quelle: Beirut Terraces / YouTube

City-Highlight: Der „Pixelturm“ in Bangkok

MahaNakhon ist der Name eines 313 Meter hohen Wolkenkratzers in Bangkok. Dieser wurde im August 2016 eröffnet und ist bislang der höchste Turm der Stadt. Für die spektakuläre Architektur ist der Deutsche Ole Scheeren verantwortlich. Besonders auffällig sind die kubusförmigen, versetzten Elemente in der Fassade des Baus, die als Balkone und Terrassen für einige der Wohnungen dienen.

Diese werden von den Architekten auch als „Pixel“ bezeichnet. Sie führen nicht nur zur besonderen Optik des Hochhauses, sondern bieten den Bewohnern auch einen unglaublichen Panorama- Ausblick. Die anderen Bewohner sind aber keineswegs benachteiligt. Ihre Zimmer verfügen über große Balkonfenster: So wird beim Öffnen dieser Fenster die Wohnfläche zum „Außenbereich“. Das Gebäude beheimatet neben den Apartments auch ein Hotel und zählte 2018 zu den fünf Finalisten beim Internationalen Hochhauspreis.

Quelle: Randy Travis / YouTube

Harmonische Kurven in Peking: Chaoyang Park Plaza

Das Chaoyang Park Plaza ist ein Hochhaus, das aus zwei Einzeltürmen besteht. Diese befinden sich im Stadtbezirk Chaoyang im chinesischen Peking. Die Entwürfe für das Projekt stammen aus der Feder des Architekturbüros MAD architects.

Die beiden Türme sind 120 Meter und 108 Meter hoch und durch einen geschwungenen Mittelbau verbunden. Die abgerundeten Formen und glatten, kurvigen Oberflächen sind laut Architekten von der chinesischen Landschaftsmalerei inspiriert. Auch dieses Projekt befand sich unter den Finalisten des Internationalen Hochhauspreises 2018. Dessen Jury nannte das Gebäude „genauso unkonventionell wie harmonisch“.

Quelle: Guangzhou Frontop / YouTube

Diese fünf spektakulären Wolkenkratzer sind Ausdruck moderner Architektur und Gesellschaft und überzeugen durch innovatives Design.

Es bleibt abzuwarten, ab wann auch diese Gebäude von neuen Entwürfen übertrumpft werden: The sky is the limit.

Welcher Wolkenkratzer gefällt Ihnen am besten? Können Sie sich vorstellen, in einem dieser Gebäude zu arbeiten oder zu leben? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Architektur Design
Kommentare

Starten Sie die Diskussion über diesen Artikel

Das wird Sie auch interessieren

Auf dieser Seite wird der von Facebook angebotene Tracking-Pixel für Analyse- und Marketingzwecke eingesetzt. Dieser überträgt zum Teil personalisierte Daten an Facebook USA. Der Tracking-Pixel wird erst mit Ihrer Einwilligung aktiviert! Weitere Informationen zu dem Pixel, wie Sie diesen wieder deaktivieren können und welche Daten erhoben werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.