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Nach Hygge kommt Lagom: Ein neuer Trend aus Schweden erobert unser Wohnzimmer

Lagom ist ein weiterer Trend, der nach dem dänischen Hygge aus Skandinavien nach Mitteleuropa schwappt und Glück und Zufriedenheit verspricht. Denn Lagom ist nicht nur ein Stil, sondern eine ganze Lebenseinstellung. Eine wörtliche Übersetzung gibt es nicht. Sinngemäß bedeutet das schwedische Wort Lagom so viel wie „genau richtig“ oder „nicht zu viel und nicht zu wenig“. Wer Lagom lebt, setzt auf den goldenen Mittelweg zwischen Minimalismus und Konsum, auf eine Balance aller Dinge. Dabei geht es um ein bewusstes und nachhaltiges Leben, das zu mehr Glück und innerer Zufriedenheit führen soll.

Wer Lagom lebt, setzt auf Nachhaltigkeit

Auch für das Wohnen spielt Lagom bei den Schweden eine große Rolle.

Wer Lagom lebt, setzt bei Möbeln und Einrichtung auf bewussten Konsum und Nachhaltigkeit. Einrichten mit Maß und Ziel lautet die Devise. Während das dänische Hygge mit Accessoires wie Kerzen, Kissen und Decken nicht spart, wird bei den Schweden reduzierter gelebt. Jedoch ohne Verzicht. Man legt Wert auf hochwertige Qualität – dabei ist weniger oft mehr. Statt mit vielen verschiedenen Accessoires setzt man mit wenigen, aber dafür hochwertigen Stücken auf ausgewählte Highlights. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden Möbel bevorzugt, die aus natürlichen Ressourcen, wie Holz oder Wolle gefertigt werden. Auch Naturstein macht sich in der Wohnung nach schwedischem Lebensgefühl gut.

Wohnzimmer mit weißer Backsteinwand und moderner Einrichtung
Nachhaltigkeit

Ein Statement gegen Exzess und Übertreibung

Das Lagom-Design reicht von puristisch bis natürlich, elegant. Farblich bleibt man dezent, zum Beispiel mit ruhigen Erdtönen oder simplem Grau. Dabei dürfen aber gerne Akzente in abgestimmten Farben aus der gleichen Farbfamilie gesetzt werden. Die Autorin Lola A. Åkerström beschreibt Lagom als „ein deutliches Statement gegen jegliche Form von Exzess, Übertreibung, unnötiges Aufsehen und Angeberei". Das gilt auch für das Wohnen. Nicht zu kurz kommen, sollen aber Funktionalität und Gemütlichkeit. Die Schweden verwenden deshalb gerne multifunktionale Möbel, die eine klare Funktion im Alltag erfüllen.

Lagom: Trend zum Wohlfühlen ohne Verzicht

Ein Lagom-No-Go sind überfüllte Räume und knallige Farben. Trotzdem unterscheidet sich der Einrichtungstrend von der Minimalismus-Bewegung. Denn leere Räume wirken im Verständnis von Lagom schnell kalt. Dezente und zweckdienliche Accessoires sorgen stattdessen für Heimeligkeit ohne zu übertreiben. So ist Lagom ein Lebensgefühl von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Ein Lebensgefühl, das in unsicheren Zeiten ein Stück weit glücklich macht und Balance schenkt, das das eigene Zuhause in einen Wohlfühlort ohne Verzicht verwandelt und dabei auf Glitzer verzichtet – ganz nach dem Motto „in der Mitte liegt das Glück“.

Was halten Sie vom Lagom-Trend aus Schweden? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Design Wohnideen Wohntrends
Kommentare
AS
Anna Sudhakar 10.08.2018  |  18:06
Antworten

Es kommt immer drauf an, wieviel Platz man zur Verfügung hat. Ich finde, alles sollte sich von selbst harmonisch ergeben aus Stücken, die einem wirklich gefallen, und wenn eine Wand mal eine kräftige Farbe hat, dann sicher die, die man persönlich braucht! Wer sich viel Platz leisten kann, kann einen Luxusstil vorprogrammieren, aber das kann nicht jeder, schließlich hat man ja in erster Linie Sachen unterzubringen und lebt nicht in einem Lifestylemagazin!

GR
G-Pulse Redaktion 13.08.2018  |  11:14

Hallo Frau Sudhakar,
der Platz spielt in der Tat eine wesentliche Rolle. Ganz nach dem Motto „in der Mitte liegt das Glück“, kann man durch seinen favorisierten Stil und die richtige Platzeinteilung einen für sich optimalen Wohlfühlort schaffen.
Liebe Grüße
Ihre G-Pulse Redaktion

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