Selbstbestimmtes Wohnen im Alter: Smarte Möglichkeiten für Senioren

Wenn wir älter werden, ändern sich die Anforderungen an unser persönliches Lebensumfeld. Das Treppensteigen wird mitunter schwerer, die Sehkraft lässt vielleicht etwas nach und die Motorik macht nicht mehr so recht mit. Auch wenn wir uns jetzt lieber noch nicht damit befassen möchten – früher oder später betrifft es uns alle. Darum ist es sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken um die eigene Zukunft und Lebensqualität zu machen. Die gute Nachricht: Dank barrierefreier Architektur und intelligenter Technik können wir auch in späteren Jahren noch sicher und komfortabel in den eigenen vier Wänden leben. Daneben bieten neue Wohnformen und smarte Senioreneinrichtungen Alternativen zu klassischen Alten- und Pflegeheimen. Entdecken Sie hier Ihre Möglichkeiten.

Nahtloser Übergang zwischen unabhängigem und betreutem Wohnen

Bei Senioreneinrichtungen fokussieren sich Architekten und Designer heute stärker auf das körperliche und psychische Wohlbefinden der Bewohner.

In diesem Zusammenhang spielen vorausschauende Raumkonzepte, ästhetische und bauliche Details sowie smarte Technik eine Rolle. Wie ein Seniorenzentrum den Anforderungen an modernes Wohnen im Alter gerecht werden kann, beweist zum Beispiel das Vorzeigeprojekt Ravenswood Senior Living von WJW Architects in Illinois.

In Zusammenarbeit mit der Evergreen Real Estate Group und der Chicagoer Wohnungsbaubehörde sanierte WJW ein ehemaliges Krankenhaus aus den 70er Jahren, um erschwinglichen Wohnraum für einkommensschwache Senioren zu schaffen. Auf Grundlage eines neuen Gesetzes in Illinois ermöglicht das Konzept außerdem, dass Senioren sowohl unabhängig als auch betreut in einem Gebäude wohnen können. Das betreute Wohnen wird in den unteren Etagen angeboten, während sich die Räumlichkeiten für unabhängiges Wohnen in den oberen Etagen befinden. Wenn Bewohner mehr Unterstützung bei täglichen Aufgaben benötigen, ziehen sie einfach von oben nach unten – ohne ihre gewohnte Umgebung verlassen zu müssen.

Familie mit Tablet auf dem Sofa.

Wohnen im Alter: Mehr Komfort und Sicherheit in den eigenen Wänden

Trotz alternativer Wohnformen möchten die meisten Menschen am liebsten bis ins hohe Alter zu Hause leben. Das vertraute Umfeld vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Selbstbestimmung. Allerdings bringt der Alltag auch viele Herausforderungen und Gefahren mit sich. Smart-Home-Lösungen und altersgerechte Assistenz-Systeme (Ambient Assisted Living, kurz AAL) bieten daher Unterstützung für Senioren in den eigenen vier Wänden. Dazu zählen:

  • tragbare Sensoren zur Messung von Vitalwerten
  • automatisierte Notruf- und Alarmsysteme
  • Kommunikationssysteme mit Videofunktion
  • intelligente Lichtsteuerung und Bewegungssensoren

Von Wearables bis Wisch-Roboter: Smarte Unterstützung im Alltag

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anwendungen, die das Wohnen im Alter erleichtern.

Smarte Haushaltsgeräte wie Saug- und Wisch-Roboter schaffen beispielsweise Entlastung für Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Im Garten nehmen automatisierte Gewächshäuser und Bewässerungssysteme einen Teil der körperlich anstrengenden Aufgaben ab.

Auch wer unter Vorerkrankungen leidet und allein leben möchte, ist dank smarter Technik weniger auf ambulante Pflege oder Angehörige angewiesen. Tragbare Messgeräte, sogenannte Wearables, können mittels Sensoren Tag und Nacht wichtige Vitalwerte wie die Herzfrequenz und den Blutdruck überwachen. Die kleinen Tracker informieren über den Gesundheitszustand, erinnern an die Einnahme von Medikamenten und können kritische Werte automatisch an den Hausarzt oder Pflegedienst weiterleiten.

Smartwatch für Senioren.

Automatisierte Notruf- und Alarmsysteme: Schnelle Hilfe für das Wohnen im Alter

Ältere Menschen haben oftmals Angst davor zu stürzen und dann keine Hilfe rufen zu können. Für solche und andere Notfälle gibt es intelligente Notruf-Technologien. So können spezielle Fußböden mittels Sensoren Stürze erkennen und über eine Internetverbindung zuvor festgelegte Kontakte informieren.

Darüber hinaus bieten moderne Smart-Home-Anwendungen einen umfassenden Schutz vor alltäglichen Gefahren wie Einbruch oder Rauch- und Brandentwicklung.

Dafür integriert zum Beispiel das Sicherheitssystem Gira Alarm Connect eine Alarmzentrale inklusive:

  • Funk-Bedieneinheit
  • Glasbruch- und Bewegungsmelder
  • Magnetkontakte für Fenster und Türen
  • Sirenen für den Innen- und Außenbereich.

Erweitern lässt sich das System durch den Gira Funk Rauchwarnmelder und eine Serviceruf-Funktion, mit der bei Problemen schnell Hilfe erreichbar ist. Ein zusätzlicher Anwesenheitsalarm benachrichtigt hinterlegte Kontakte, wenn das System über einen gewissen Zeitraum keine Bewegungen im Wohnraum registriert.


Alarm Connect Bediengerät in der Küche. +

Gira Alarm Connect

Entdecken Sie das ganzheitliche Sicherheitssystem Gira Alarm Connect, dass für Sie und Ihre Familie zum Schutzengel werden kann.

Das Sicherheitssystem Gira Alarm Connect vernetzt Ihre Sicherheitstechnik in einer Bedieneinheit. Quelle: Gira

Seniorengerechtes Wohnen mit smarter Technik an der Wohnungstür

Auch präventiv können Smart-Home-Systeme dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden. Moderne Türsprechanlagen sorgen für mehr Komfort bei der Türkommunikation und sind nicht nur in oberen Stockwerken eine große Erleichterung. Mit Funktionen für die Türüberwachung, Türöffnung und Kommunikation erspart Ihnen zum Beispiel die Gira Wohnungsstation unnötige Laufwege. Besonders praktisch sind Türsprechanlagen mit Videofunktion, die Kameraaufnahmen vom Außenbereich direkt in den Wohnraum übertragen. So sehen Sie zum Beispiel mit der Gira Wohnungsstation Video AP auf einem Blick, wer an der Haustür klingelt.

Sie können dann mit dem Besuch sprechen und die Tür gegebenenfalls per Tastendruck öffnen.

Alters- oder krankheitsbedingt kann es natürlich passieren, dass wir immer öfter Dinge vergessen und unachtsamer werden. Wer versehentlich ohne Schlüssel das Haus verlässt oder sich beim Ausschütteln der Fußmatte aussperrt, kann sich mit einem schlüssellosen Zugang viel Ärger sparen. Innovative Türsysteme wie Gira Keyless In öffnen die Haustür einfach und sicher per Fingerabdruck. Hilfreich ist diese Lösung auch für Menschen, denen Gichtschübe, Arthritis oder zittrige Hände das Schlüsseldrehen erschweren.


Die Gira Wohnungsstation Video AP 7. +

Gira Wohnungsstation Video AP 7

Großes Display, intuitive Bedienung: Steuern Sie Ihre moderne Türsprechanlage über ein hochauflösendes Touchdisplay mit Videofunktion.

Die Gira Wohnungsstation Video AP 7: großer Display, intuitive Bedienung. Quelle: Gira

Automatische Lichtschaltung für bessere Orientierung

Ist die Sehkraft beeinträchtigt, wird eine vorausschauend geplante, barrierefreie Beleuchtung wichtiger denn je. Es gibt sogar eine spezielle Richtlinie, die für jeden Wohnbereich eine bestimmte Lichtstärke empfiehlt. Smarte Beleuchtungssysteme ermöglichen es, individuelle Lichtszenen für bestimmte Tageszeiten oder Tätigkeiten zu programmieren und nach Bedarf per Tastendruck abzurufen. Diese Szenen können zum Beispiel dem natürlichen Licht im Tagesverlauf nachempfunden sein und dadurch den Biorhythmus unterstützen.

Wer häufig vergisst die Beleuchtung auszuschalten, profitiert von einer berührungslosen Lichtsteuerung mittels Präsenz- und Bewegungsmelder. Der smarte Schalter Gira Sensotec reagiert dank Hochfrequenz-Technologie besonders präzise auf individuelle Bewegungen und die Umgebungshelligkeit.

Bei nächtlicher Dunkelheit bewähren sich Steckdosen und Schalter mit einem integrierten Orientierungslicht, das bei Dämmerung automatisch eingeschaltet wird. Diese Zusatzfunktion bieten zum Beispiel der Schalter Gira Sensotec LED und die Gira SCHUKO-Steckdose.


Die Gira LED-Beleuchtung ermöglicht den gezielten Einsatz von Lichtakzenten. +

Gira Steckdose mit Orientierungsleuchte

Die Gira Steckdose mit LED-Orientierungsleuchte vereint effizient Licht und Strom zur Orientierung im Dunkeln.

Die Gira LED-Beleuchtung ermöglicht den gezielten Einsatz von Lichtakzenten. Quelle: Gira

Barrierefreie Smart-Home-Steuerung für komfortables Wohnen im Alter

Smarte Technik ermöglicht nicht nur eine zentrale Steuerung der Haustechnik per App oder per festmontierter Bedieneinheit. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Optionen, um Funktionen zu automatisieren und an tägliche Routinen anzupassen.

Das Gira System 3000 vereinfacht zum Beispiel die Jalousie-, Licht- und Heizungssteuerung durch individuelle Einstellungen per Zeitschaltuhr. Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder nachlassender Sehkraft sind auch Systeme sinnvoll, die Sprachassistenten unterstützen und auf Zuruf gewünschte Funktionen ausführen.

Barrierefreies Badezimmer in hellen Tönen

Staatliche Förderung für seniorengerechtes Wohnen

Vor dem Hintergrund des demografischen und sozialen Wandels wird uns die Frage nach neuen Wohnformen im Alter in Zukunft weiterhin beschäftigen. Somit liegt es auch im Interesse des Staates, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig im eigenen Zuhause leben können. Für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, die zum altersgerechten Wohnen beitragen, können Sie staatliche Zuschüsse oder Kredite beantragen.

Förderungsfähig sind zudem altersgerechte Assistenzsysteme und Smart-Home-Anwendungen, die Barrieren reduzieren und allgemein den Wohnkomfort erhöhen.

Wenn Sie Ihr Zuhause mit moderner Technik für sicheres Wohnen im Alter vorbereiten möchten, unterstützt Sie der Gira Home Assistant bei der individuellen Planung. Abgestimmt auf Ihre Wohnsituation und Wünsche stellt das digitale Tool einen personalisierten Leitfaden zusammen

Wie stellen Sie sich das Wohnen im Alter vor? Wir sind gespannt, welche technischen Helfer oder alternativen Wohnformen Sie in Erwägung ziehen würden.

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