Willkommen im Smart Home

Jalousien schließen sich automatisch bei Dämmerung, die Heizung passt sich Ihrem Tagesrhythmus an und der Backofen schickt eine Mitteilung, wenn die Pizza fertig ist – willkommen im Smart Home! Während der Begriff bei manchen noch viele Fragezeichen hinterlässt, ist er bei anderen schon gelebte Realität.

Smart Home: Was ist das?

Im Smart Home werden bislang analoge Abläufe digitalisiert und automatisiert, indem die Haustechnik in einem einheitlichen System vernetzt wird. Im Ergebnis lassen sich einzelne Funktionen verschiedener Geräte und Anlagen über ein zentrales Steuerelement bedienen und aufeinander abstimmen. Ihr Smart Home denkt also mit und nimmt Ihnen im Alltag jede Menge Aufgaben ab.

Wie funktioniert das Smart Home?

Herzstück ist ein digitales Datennetz (häufig als Bus-System bezeichnet), über das technische Komponenten miteinander kommunizieren können. Dafür benötigen die vernetzten Geräte eine Kommunikationsschnittstelle, um Informationen (Steuerbefehle oder sensorisch erfasste „Reize“)

z.B. via WLAN, Mobilfunk, Bluetooth oder einer Datenleitung empfangen und weiterleiten zu können. Über eine Bedienzentrale wie etwa einem PC, Tablet oder Smartphone können Sie die Haustechnik dann mittels entsprechender Software programmieren, automatisieren und flexibel fernsteuern.

Was gilt es zu beachten?

Smart Home ist nicht gleich Smart Home. In den letzten Jahren wurden unterschiedliche Übertragungswege bzw. -standards entwickelt. Damit die vernetzten Geräte zusammenarbeiten, brauchen sie eine einheitliche Programmiersprache zur Kommunikation. Bei funkbasierten Lösungen gelten Z-Wave, ZigBee und EnOcean als die bekanntesten internationalen Standards. Ein großer Vorteil funkbasierter Lösungen: Sie eignen sich auch für ältere Gebäude. Mit eNet von Gira können beispielsweise Funktionen wie Licht- und Jalousiesteuerung einfach nachgerüstet und miteinander vernetzt werden – auch ohne Wände aufreißen zu müssen. Für die Neubau Installation oder bei größeren Umbaumaßnahmen ist der KNX Standard etabliert. Hier achten Zertifizierungsstellen auf herstellerübergreifende Kompatibilität und Qualität.

So kann das smarte Zuhause aussehen:

Welche Vorteile bietet das intelligente Zuhause?

Im Prinzip soll das vernetzte Heim dafür sorgen, dass die Haustechnik einfacher, effizienter und wirtschaftlicher arbeitet. Wenn Sie das Licht von der Couch aus per Smartphone dimmen können, das Fernsehprogramm via Sprachbefehl wechseln und eine Zeitschaltuhr den Heizungsbetrieb regelt, erhöht das vor allem den Wohnkomfort. Zugleich helfen ein intelligentes Heiz-, Strom- oder Beleuchtungssystem dabei, Energie zu sparen. Auch können automatisierte Türschlösser, Fensterkontakte oder Funk-Rauchmelder bei Gefahrensituationen auf dem Smartphone alarmieren. So stehen im Smart Home vor allem die drei Aspekte Komfort, Energie und Sicherheit im Fokus, wobei der funktionelle Umfang vom jeweiligen System abhängt.

Wie steht es um die Sicherheit Ihrer Daten?

Ähnlich wie beim Computer und Handy gilt es auch im Smart Home das Netz und Ihre persönlichen Daten zu schützen.

Grundlegend dafür sind individuelle Einstellungen beim Einrichten des Systems wie Passwörter und Rechte-Vergaben. Für schlüsselfertige Komplettlösungen haben viele Anbieter spezielle Regelwerke entwickelt, die einen größtmöglichen Schutz gewährleisten. So arbeitet Gira beispielsweise mit einer umfangreichen Checkliste, die vom Vertragsabschluss über eine fachgerechte Installation bis zur getrennten Sicherung einzelner Datennetzwerke und VPN-Verbindung alle denkbaren Maßnahmen für die Datensicherheit umfasst.

Fazit:

Das Smart Home bietet ebenso viele technische Möglichkeiten bei der Umsetzung, wie funktionelle Vorteile im Alltag. So können Sie sich im intelligenten Zuhause einfach mal zurücklehnen und die (vernetzten) Dinge ihren (digitalen) Lauf nehmen lassen.

Welche Vorstellungen haben Sie vom Smart Home und was soll Ihr intelligentes Zuhause können? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

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