Welche Haustür passt zu mir? Darauf müssen Sie bei Türen für den Außenbereich achten

Türen für den Außenbereich sind die Schnittstelle zwischen dem eigenen Zuhause und der Außenwelt - allen voran die Haustür. Sie definiert, wo unsere Privatsphäre beginnt, und hinterlässt bei Besuchern einen bleibenden Eindruck. Doch Haus-, Keller- oder Nebentüren müssen heute mehr können, als nur gut aussehen.

Haustür einbauen: Anforderungen an Wärmeschutz beachten

Auf welche inneren Werte es bei Türen für außen ankommt, zeigen die Anforderungen an den Wärmeschutz, der inzwischen für Neubau und Modernisierungen gilt. Anders als Innentüren sind Türen außen ein wichtiger Bestandteil der thermischen Gebäudehülle und Standards im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt.

So dürfen außen nur noch Türen eingebaut werden, die wenig Wärme weitergeben und einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 1,8 W/(m²K) nicht überschreiten. Dieser misst die Dämmeigenschaften beziehungsweise den Wärmeverlust eines Bauteils. Je höher dieser Wert, umso schlechter die Dämmung. Ein geringer U-Wert steht also für eine gute Dämmwirkung Ihrer Haustür. Das dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern senkt auch langfristig die Heizkosten.

Wer eine Haustür staatlich fördern lassen möchte, sollte sich genau über die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) informieren. Diese gilt seit Juli 2021 und ersetzt nach und nach das KfW-Programm. Förderung erhält, wer eine Haustür einbaut, die den U-Wert von 1,3 W/(m²∙K) nicht überschreitet

Graue Haustür mit Glasfensterelement

Türen für den Außenbereich: Gut geschützt gegen Einbruch

Einbrüche sind für Bewohner einschneidende Erlebnisse. Deswegen werden viele Außentüren als Sicherheitstüren mit den Widerstandsklassen RC 1 bis RC 6 gefertigt. Bei Türen im Privathaus empfiehlt man RC 2 oder RC 3. Sie halten den meisten Einbrechern zwischen drei und fünf Minuten stand, weil diese mehrere Werkzeuge benötigen, um die Tür zu öffnen.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, wählt eine höhere Sicherheitsklasse. Beim höchsten Widerstandslevel 6 beispielsweise müssen Kriminelle Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer einsetzen – erst nach 20 Minuten gibt die Tür nach. Das schreckt schon im Vorhinein ab und verhindert den einen oder anderen Einbruchsversuch.

Dieses Zubehör unterscheidet eine Sicherheitstür von einer herkömmlichen Außentür:

  • Damit eine Tür im Außenbereich gar nicht erst ausgehebelt werden kann, werden Türbänder mit Bandseitensicherung eingebaut. Sie verstärken das Scharnier.
  • Einbruchhemmende Beschläge, Zylinderschlösser und Mehrfachverriegelungen machen es ebenfalls Einbrechern schwer.
  • Verbund-Sicherheitsglas (VSG) sorgt für den Unterschied. Es besteht aus mehreren Scheiben und einer innenliegenden Kunststoff-Folie. Beim Einbruch splittert zwar das Glas, durchgreifen kann der Einbrecher trotzdem nicht.
  • Sicherheitstüren setzen oft auf elektronische Sicherungssysteme, die ohne Schlüssel auskommen. Zum Beispiel mit Hilfe der Gira Keyless In Codetastatur: Durch die fast drucklose Berührung verschleißen häufig genutzte Tasten nicht und geben keine Rückschlüsse auf den Code. Noch bequemer ist der Gira Keyless In Fingerprint: Hier lässt sich die Tür über den eigenen Daumenabdruck öffnen.

Das Gira keyless In system +

Für mehr Sicherheit: Gira Keyless In

Die Gira Keyless In Codetastatur öffnet die Tür nur nach Eingabe der persönlichen Zahlenkombination. Perfekt, um sich vor Einbrechern zu schützen.

Mit Gira Keyless In öffnen Sie Ihre Haustür einfach – ohne Schlüssel – per Code oder Fingerprint. Quelle: Gira

Tipp: Gerade Keller- und Nebeneingänge liegen häufig im Dunklen und entziehen sich dem Blick. Hier machen Verriegelungstechniken und Bewegungsmelder wie der Gira Bewegungsmelder Cube Sinn. Er schaltet sich ein, sobald er die Körperwärme von vorbeilaufenden Personen wahrnimmt und es dunkel wird.

Bei verdächtigen Vorfällen wie Glasbruch machen Alarmanlagen wie die Gira Alarm Connect Lärm. Sie reagiert sofort, wenn jemand versucht, eine Tür auszuhebeln oder sich an den Fenstern zu schaffen macht.


Der Gira Bewegungsmelder Cube neben der Haustür +

Mehr Sicherheit dank des Gira Bewegungsmelder Cube

Um eine zuverlässige Lichtschaltung zu ermöglichen, erfasst der Gira Cube die Umgebungshelligkeit und die Wärmebewegung von vorbeilaufenden Personen.

Ob als Begrüßung für Ihre Gäste oder als Schutz vor Einbrechern: Der Gira Bewegungsmelder Cube sorgt für Licht im richtigen Moment. Quelle: Gira

Smarte Türen: Volle Kontrolle an der Haustür

Wer sich mehr Komfort an der Haustür oder Eingangstür wünscht, kann diese um eine moderne Türsprechanlage ergänzen. Stimmungsvoll und praktisch ist zum Beispiel die Türsprechanlage Gira System 106. Sie lässt sich mit Klingel, Kamera, beleuchteten Namensschildern und Hausnummer ausstatten und individuell anpassen. Passiert etwas an der Haustür, schickt die Gira Türsprechanlage die Bilder in Echtzeit auf die Gira Wohnungsstation Video AP 7, die sich im Haus befindet.

So sehen Sie sofort, wer an der Haustür klingelt und können reagieren.

Über die App Gira TKS lässt sich die Türsteuerung auch von unterwegs mit dem Tablet oder Smartphone bedienen. Egal ob Sie mit dem Paketboten sprechen oder Ihrem verfrühten Besuch schon einmal die Türe öffnen wollen: Das geht – auch ohne, dass Sie zu Hause sind.


Gira System 106 Türsprechanlage mit Videofunktion +

Moderne Türkommunikation mit dem Gira System 106

Außen Design, innen Hightech: Mit dem modularen Gira System 106 können Sie Ihre Türsprechanlage ganz individuell zusammenstellen.

Begrüßen Sie mit dem Gira System 106 Besucher komfortabel – noch bevor Sie die Haustür öffnen. Quelle: Gira

Materialvergleich: Welches ist das geeignetste für Haustüren?

Meistens werden Türen für den Außenbereich aus Holz, Aluminium oder Kunststoff gekauft. Ausstattungen, Farben und Dekore sowie Materialkombinationen richten sich nach persönlichen Vorlieben und dem Budget. Außentüren aus Kunststoff sind am günstigsten, aus Aluminium sind sie am teuersten. Glaselemente sind eine beliebte Ergänzung.

So unterscheiden sich die Haustür-Materialien voneinander:

  • Kunststofftüren sind pflegeleicht und lassen sich heute in vielen Dekoren gestalten. Weil sich Kunststoff verformen kann, werden die Türen mit einem Stahlkern stabilisiert. Eine thermische Füllung sorgt für die Dämmung. Schall- und Einbruchschutz sind im Vergleich zu Holz und Aluminium weniger gut.
  • Holztüren aus heimischer Kiefer und Eiche, tropischem Meranti oder afrikanischem Mahagoni haben ein hochwertiges Erscheinungsbild, sind stabil, dämmen gut und blockieren Lärm. Allerdings benötigt das Naturprodukt Holz viel Pflege. Achten Sie auch darauf, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.
  • Aluminiumtüren sind stabil und leicht, wetterfest, schalldicht und praktisch wartungsfrei. Auch beim Design hat sich einiges getan. Längst lassen sich Haus- und Nebentüren perfekt an die Fassade anpassen. Weil Aluminium aber schlecht isoliert, ist die Wärmedämmung technisch aufwendig. Das macht die Türen teuer.
  • Glaselemente im Türblatt, Oberlichter oder Glas an den Seitenteilen transportieren Licht ins Haus. Mehrfachverglasungen und Verbundglas stellen Wärme- und Einbruchschutz sicher.

Tipp: Die Produktnorm DIN EN 14351-12 ist ein wichtiger Wegweiser für Bauherren. Sie enthält wesentliche technische Empfehlungen für Türen im Außenbereichund fasst zusammen, welche Anforderungen sie erfüllen sollten.

Moderne Wärmeanforderungen, verschiedene Sicherheitssysteme, kluge Technik und unterschiedlich hochwertige Materialien machen Türen im Außenbereich zu komplexen Bauteilen. Umso genauer Sie vorab für sich klären, was Sie genau benötigen, umso einfacher lässt sich ihre Außentür am Ende planen.

Worauf legen Sie bei Ihren Türen im Außenbereich wert? Diskutieren Sie mit uns, was Ihnen wichtig ist.

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