Intelligent wohnen

Baustellenlärm, offene Wände und monatelanges Chaos: Noch vor wenigen Jahren war der Umstieg aufs Smart Home mit aufwändigen Umbauarbeiten verbunden. Heute geht das deutlich einfacher. Die Systeme sind flexibler, die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt und der Effekt ist schlichtweg beeindruckend – vor allem, wenn Sie schon bei der Planung einige Punkte berücksichtigen:

1. Ziel definieren: Was soll Ihr Smart Home können?

Die wichtigste Frage vorweg: Was wünschen Sie sich von Ihrem intelligenten Zuhause? Genauer gesagt: Was möchten Sie fernsteuern und automatisieren? Von der Heizung und Beleuchtung über die Gartenanlage bis zu Haushalts- und Unterhaltungsgeräten lässt sich nahezu alles im Smart Home vernetzen und Ihren Bedürfnissen anpassen. Nehmen Sie sich Zeit, um im Vorfeld konkrete Wünsche zu formulieren. Welche Vorteile ein Smart Home bietet und was es auszeichnet, erklären wir Ihnen auch in unserem Artikel „Willkommen im Smart Home“.

2. Wie ist die Ausgangslage?

Planen Sie Ihr Smart Home für einen Neu- oder Altbau? Wohnen Sie zur Miete oder im Eigenheim?

Diese Fragen spielen bei der Realisierung eine entscheidende Rolle: Wenn Sie neu bauen, können Sie von vornherein eine Basisverkabelung für ein Smart Home-System berücksichtigen und neben dem regulären Stromnetz eine zusätzliche Steuerungsleitung (die so genannte BUS-Leitung) vorbereiten. Hingegen sind für Bewohner eines Altbaus oder einer Mietwohnung Funksysteme oft sinnvoller, da dafür keine Verkabelung und somit auch keine nachträglichen Bauarbeiten nötig sind.

3. Welches System soll es sein?

Je nach Ausgangslage gibt es bei der Umsetzung also zwei technische Möglichkeiten. Bei einem Neubau bietet sich eine KNX-Installation an, bei der eine Steuerleitung zusammen mit der Stromversorgung unter Putz verlegt wird. Diese KNX Systeme ermöglichen eine umfassende Vernetzung der gesamten Haustechnik und es entsteht ein System, das besonders wirtschaftlich und komfortabel arbeitet. Immer öfter können es jedoch auch drahtlose Systeme, wie Gira eNet mit der Leistungsfähigkeit von KNX Systemen aufnehmen. Hier werden die Steuerbefehle per Funk übertragen. Der große Vorteil hierbei ist die hohe Flexibilität. So können auch Wohnungen nachträglich mit smarter Gebäudetechnik ausgerüstet werden.

Smarte Produkte von Gira

4. Einsteiger-Pakete nutzen: Wer klein anfängt, kann Großes aufbauen

Für einen leichten Start ins Smart Home bieten einige Hersteller modulare Einsteiger-Pakete an, die sich auf einzelne Aufgabengebiete wie die Beleuchtung, Audio- oder Türanlage konzentrieren. Diese Starter-Sets sind meist funkbasiert und können nach und nach ausgebaut werden. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass die integrierten Geräte miteinander kompatibel sind. Bei Bussystemen via Kabel können ebenfalls weitere Funktionen über den KNX-Standard erweitert werden.

5. Fachgerechte Installation

Zwar können mittlerweile viele funkbasierte Starter-Sets mit entsprechender Bedienungsanleitung alleine installiert werden, ratsam ist das aber nicht immer. Arbeiten an der Elektroinstallation müssen aus Sicherheitsgründen immer von einem Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Die notwendigen Maßnahmen zum Datenschutz und somit zur Sicherheit Ihrer Privatsphäre kann ein qualifizierter System-Integrator garantieren. Er richtet Ihnen außerdem alle, Netzwerk, Firewalls und Verschlüsselungen gemäß den erforderlichen Sicherheitsstandards ein. Ein solcher Fachmann ist ebenso bei KNX-Systemen gefragt.

6. Was kostet ein smartes Zuhause?

Was die Umsetzung Ihres Smart Homes letztendlich kostet, hängt sowohl von den baulichen Begebenheiten, als auch von Ihren individuellen Wünschen ab. Gerade bei der fachmännischen Beratung, Planung und Installation sollten Sie jedoch nicht sparen, da dies auch mit einer höheren Sicherheit und gesteigertem Wohnkomfort einhergeht. Am besten lassen Sie sich im Vorfeld eine Kosten-Kalkulationen für das Smart Home Ihrer Wünsche aufstellen.

7. Schon heute an morgen denken

Es wäre ärgerlich, wenn Sie Ihr Smart Home eingerichtet haben und der wichtigste Hersteller dann vom Markt verschwindet. Machen Sie bei der Wahl des Anbieters keine Experimente und verlassen sich von vornherein auf einen etablierten Partner, der für die Fragen von morgen schon heute zukunftsorientierte Lösungen in Aussicht stellt.

Sind Sie bereit fürs intelligente Wohnen, haben Anregungen oder weitere Tipps, was bei der Realisierung zu beachten ist? Dann hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar!

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