Die Bauplanung: Das sollten Sie beim Hausbau beachten

Ein Haus zu bauen ist eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit. Zahlreiche Unternehmen wie Architekten, Bauunternehmen, Sanitär- und Heizungsbauer, Elektriker, System-Integratoren oder Landschaftsgärtner sind an dem Prozess beteiligt. Damit das Haus nachher den eigenen Vorstellungen entspricht und man als Bauherr nicht den Überblick verliert, ist es wichtig zu wissen, welche Planungsschritte in welcher Phase berücksichtigt werden müssen.

Grundsätzliche Bauplanung

Bevor es an das eigentliche Bauvorhaben geht, muss erst einmal ein passendes Grundstück gefunden werden. Das hört sich im ersten Moment leichter an, als es in Wirklichkeit ist. Zwei der wichtigsten Faktoren beim Grundstückskauf sind der Preis und die Lage des Grundstücks. Hier sollten Sie berücksichtigen, dass neben dem reinen Kaufpreis auch Nebenkosten wie der Grundbucheintrag, die Grunderwerbsteuer und gegebenenfalls noch Erschließungskosten auf Sie zukommen. Haben Sie ein passendes Grundstück gefunden, muss geprüft werden, ob sich das geplante Haus hier auch tatsächlich bauen lässt. Hierzu müssen neben den örtlichen Bauvorschriften auch der Bebauungsplan beachtet werden. Vor dem Kauf sollte also eine Bauvoranfrage gestellt werden, bei der auch geklärt wird, ob auf dem Grundstück gegebenenfalls Altlasten vorhanden sind, die es zu beseitigen gilt. Darüber hinaus sollte man sich das Grundbuch genau anschauen, um sicher zu gehen, dass dort keine Drittansprüche oder Wegerechte eingetragen sind, die dem Bauvorhaben entgegenstehen könnten.
Auch muss darauf geachtet werden, ob eventuelle Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken das Bauvorhaben einschränken könnten.

In dieser Phase klärt der Bauherr alle Einzelheiten dazu, wie das Haus später aussehen und ausgestattet sein soll. Das ist überaus wichtig, da hier der grundsätzliche Ablauf des Hausbaus festgelegt und die Kalkulation der Kosten erfolgt. Erst wenn sämtliche Ausstattungsmerkmale feststehen, können die entsprechenden Baupartner ausgewählt werden. Soll das Haus einen Keller bekommen? Wie sieht der Grundriss aus? Wie wird geheizt? Wollen die Bauherren später intelligente Gebäudetechnik nutzen? Sollten Sie sich für den Einsatz moderner Technik entscheiden, sollte in dieser Phase die Entscheidung getroffen werden, welches System zum Einsatz kommen soll, damit gegebenenfalls die entsprechenden Vorkehrungen rechtzeitig getroffen werden können. Entscheidet sich der zukünftige Hausherr zum Beispiel für ein Funksystem zu installieren – das System Gira eNet SMART HOME bietet Ihnen beispielsweise die Möglichkeit ihr Haus auch im Nachhinein Schritt für Schritt aufzurüsten, gerade wie es in Ihren Zeit- und Budgetrahmen passt.

Übrigens: Auch im Bereich der Bauplanung schreitet die Digitalisierung voran. Mit der Methode „Building Information Modeling“ können Bauherren ihr Vorhaben auf Basis der aktiven Vernetzung aller Beteiligten effizienter umsetzen. Stehen alle Merkmale des späteren Eigenheims fest, können so auch die Baukosten kalkuliert werden.


Föderprogramme unterstützen Sie beim Bau

In den meisten Fällen besteht die Finanzierung eines Bauvorhabens aus Eigenkapital, Krediten und Fördergeldern. Diese können Sie zum Beispiel bei der KfW-Bank oder Eigenheimförderungsprogrammen der Bundesländer beantragen. Die KfW-Bank hat mehrere Förderprogramme, die sich insbesondere für den Neubau lohnen, etwa das KfW-Programm 153: Energieeffizient bauen (bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit) für den Bau eines neuen KfW-Effizienzhauses. Insbesondere förderungswürdig sind alle Kosten für Maßnahmen, die zu mehr Energieeffizienz führen. Das beinhaltet sowohl die Montage durch Fachunternehmen als auch die verbauten Produkte selbst. Daher ist es gleich doppelt sinnvoll, über den Einsatz intelligenter Gebäudetechnik nachzudenken.

Beginn der Bauphase

Bevor es ans Bauen geht, sollte ein einwandfreier Bauvertrag geschlossen werden. Dieser sollte unbedingt eine detaillierte Bau- und Leistungsbeschreibung beinhalten. Alle zu erbringenden Leistungen sollten inklusive der benötigten Materialien ausführlich beschrieben werden. Auch die Bezahlung sollte hier geregelt werden. Dabei ist zu beachten, dass Abschlagszahlungen auch nur dann erfolgen, wenn der Bau ohne Mängel fortgeschritten ist.
Danach verwandelt sich das unbebaute Grundstück zur Baustelle und der Bau des Hauses geht los. Erst steht der Rohbau, dann wird das Dach gedeckt, Fenster eingesetzt, Strom- und Wasserleitungen verlegt. Hierbei wird auch schon die spätere Gebäudetechnik vorbereitet, wenn ein KNX System gewählt wurde. Lösungen auf Funkbasis können auch zu einem späteren Zeitpunkt installiert werden. Zu guter Letzt erfolgt der Innenausbau, es werden Bodenbeläge verlegt, Wände verputzt, Türen eingebaut und Smart-Home-Elemente, wie Bediengeräte, Sensoren und Aktoren, installiert.

Die Hausübergabe

In dieser vorletzten Phase enden die Arbeiten der beauftragten Unternehmen und das Haus wird an den Eigentümer übergeben. Im Idealfall kann diese Phase nach einem Tag beendet werden. Es sollte im Vorfeld darauf geachtet werden, dass die Bauabnahme auch im Vertrag festgehalten wird. Zu dem Termin sollte man sich gut vorbereiten, etwa indem man eine Checkliste anfertigt. Bei Baumängeln, die sich nach der Bauabnahme erst herausstellen, muss der Bauherr beweisen, dass sie dem Bauträger oder dem jeweiligen Handwerksunternehmen anzulasten sind. Hier kann es schnell zu Rechtsstreitigkeiten kommen. Es ist also vorteilhaft, im Vorfeld alle Punkte zu klären und zu prüfen.

Was sind nach Ihrer Erfahrung die größten Fallstricke beim Hausbau?

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