Klassischer Look, moderne Ausstattung: das smarte Holzhaus

Im letzten Jahr fand bundesweit der Tag der Architektur statt. Unter dem Motto „Architektur für alle“ öffnete auch die Architektin Alexandra Schmitz im Oberbergischen Land ihre Türen und stellte interessierten Besuchern ihr persönliches Traumhaus vor. Im Interview hat sie uns verraten, welche Faktoren für sie beim Hausbau wichtig waren und welchen Einfluss diese nun auf ihren Alltag haben.

G-Pulse Redaktion: Nehmen Sie zum ersten Mal am Tag der Architektur teil? Was hat Sie dazu bewogen?

Schmitz: Nein, ich habe bereits 2008 mit einem Feuerwehrgerätehaus teilgenommen. Die Vorstellung des Objekts war damals wie heute PR und eine Plattform, um eventuell mit neuen Kunden in Kontakt zu treten. Es geht um die Werbung für die gute Sache – zeigen, welche Vorteile das Bauen mit Architekten hat. Und ein wenig Stolz ist sicherlich auch dabei.

Schließlich haben wir das Haus nach unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen gebaut. Mit langer Planung und viel Liebe zum Detail ist dabei unser Traumhaus entstanden.

G-Pulse Redaktion: Sie setzen moderne Gebäudetechnik ein. Welche Komponenten wurden in Ihrem Haus verbaut?

Schmitz: Wir haben uns für KNX entschieden. Das System verknüpft die einzelnen Komponenten der Gebäudetechnik. Gesteuert wird diese bei uns durch den Gira HomeServer – so läuft die Intelligenz des Hauses beinahe unsichtbar im Hintergrund. Die Vorteile haben uns überzeugt: Es gibt zahlreiche praktische Automatikfunktionen, Szenen lassen sich mit einem Knopfdruck schalten und auch die Energie kann effizient verwaltet werden. Und dabei kann jederzeit in die Technik eingegriffen werden – sogar von unterwegs können wir das Haus über unser Smartphone oder Tablet steuern.

Einblicke in das smarte Holzhaus

Quelle: Ulrich Beuttenmüller für Gira
G-Pulse Redaktion: Wie wichtig war Ihnen der Aspekt der Nachhaltigkeit beim Hausbau?

Schmitz: Neben Komfort, den die moderne Technik bietet, standen auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz für uns im Vordergrund. Dank der modernen Gebäudetechnik können wir in unserem Haus Energie effizient nutzen. Heizung, Lüftung, Jalousien – alles kann je nach Wetterlage individuell gesteuert werden. Auch haben wir auf dem Dach des Hauses drei leistungsstarke Solarthermiefelder angebracht. Die dort gewonnene Wärme wird wiederum gespeichert und nach Bedarf verwendet – für die Fußbodenheizung, die Beheizung des Außenpools sowie für den Wasserspeicher, der fürs Nutzwasser eingesetzt wird.

G-Pulse Redaktion: Wie erleichtert die Technik ihren persönlichen Wohnalltag?

Schmitz: Smart Home ist ja ein Begriff, den man mittlerweile überall hört. Ich muss aber sagen, dass auch wir von der modernen Technik überzeugt sind. Es ist unglaublich, dass die Technik in wirklich jedem Bereich angekommen ist und diese miteinander verknüpft – von Bad über Küche bis hin zum Garten. Die Technik unterstützt und erleichtert den Alltag und sorgt für mehr Komfort und Sicherheit. So bleibt einem mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wir haben beispielsweise die Funktion „gehen“ programmieren lassen, die uns täglich viel Zeit spart: Mit einem Tastendruck auf den Tastsensor wird vor Verlassen des Hauses die komplette Beleuchtung deaktiviert.

G-Pulse Redaktion: Sehen Sie als Architektin ein Spannungsfeld zwischen Form und Funktion?

Schmitz: Nein. Im Gegenteil. Form follows Function.

G-Pulse Redaktion: Was ist Ihnen wichtiger? Schönheit oder Funktionalität?

Schmitz: Beides ergänzt sich beziehungsweise bedingt sich gegenseitig.

G-Pulse Redaktion: Gibt es einen Lieblingsraum oder einen Lieblingsplatz, der Sie in Ihrem eigenen Haus fasziniert?

Schmitz: Ach, da gibt es viele. Die Terrasse, das Schlafzimmer, unser Wohnraum mit der offenen Küche und dem Essplatz. Wir genießen vor allem die offene Raumsituation und die Blickachsen vom Bett, von der Couch und vom Balkon im Obergeschoss auf die Umgebung und die Landschaft. Das war uns wichtig und wir haben schon während der Planungsphase immer wieder die Blickachsen gesucht - dafür haben wir im 3D-Modell geschaut, welchen Ausblick wir haben, wenn wir beispielsweise auf dem Sofa plaudern oder in der Küche stehen.

G-Pulse Redaktion: War der Einsatz von Smart-Home-Technik kompliziert? Haben Sie Erfahrungen gesammelt, die Sie in weiteren Projekten einsetzen können?

Schmitz: Ja und Ja. Ich kann nur jedem empfehlen, sich hierauf einzulassen. Es erscheint zunächst kompliziert, aber man lernt die Spielregeln recht schnell. Und wenn die Technik sinnvoll und angemessen eingesetzt wird, dann macht sie das Leben und den Alltag nicht komplizierter, sondern einfacher und komfortabler. Es lohnt sich.

Mehr über das smarte Holzhaus und den Einsatz intelligenter Gebäudetechnik erfahren Sie hier.

Austattung und Wohnkomfort im smarten Holzhaus

Quelle: Youtube, Gira

Welche Faktoren sind Ihnen beim Hausbau besonders wichtig?

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