Ring of Fire: Rauchmelder, die lauten Lebensretter

Rauchmelder – jetzt eine bundesweite Pflicht

In den letzten Jahren und Monaten haben viele Mieter das Prozedere vermutlich mitbekommen. „Werte Mieter*innen, am X. XX. werden Rauchmelder in Ihrem Objekt installiert. Bitte seien Sie anwesend.“, so die Nachricht im Briefkasten. Es klingelten zwei Mitarbeiter*innen mit Rauchmelder und Leiter, grüßten freundlich, huschten in die Wohnung und installierten diese wieselflink in jedem Schlaf- oder Aufenthaltsraum, Flur und Kinderzimmer. Während Vermieter bestehender Gebäude meist nachrüsten müssen, gehören Rauchmelder in neugebauten Objekten bereits zum Standard. Ab 2017 auch in Berlin.

2017: Berlin zieht nach

2003 machte Rheinland-Pfalz den Anfang und integrierte die Rauchmelderpflicht in eine neue Bauordnung.

Nach und nach zogen anderen Bundesländer nach. Sachsen machte seine neue Bauordnung mit Beginn des Jahres 2016 gültig. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Berlin und Brandenburg die einzigen Bundesländer, die einer Rauchmelderpflicht noch nicht zugestimmt hatten. Ende April 2016 verabschiedete der brandenburgische Landtag die Novellierung einer neuen Bauordnung, welche wiederum die Pflicht zu Rauchmeldern inkludiert. Berlin als Stadtstaat, Metropole und Hauptstadt Deutschlands war damit ein Nachzügler, als es darum ging, die lebensrettende Maßnahme in seiner Verordnung zu verankern. Im Juni 2016 beschloss das Plenum des Berliner Abgeordnetenhauses die finale Gesetzesänderung zu diesem Thema. Mit dem Inkrafttreten am 1. Januar 2017 besteht damit eine bundesweites Rauchmelderpflicht.

So schön können Rauchmelder aussehen. Noch ein Grund für die Lebensretter an der Decke.

Ansichten Rauchmelder, Quelle: Gira.de

Q wie Qualität: Kleines Rauchmelder-Einmaleins

Wenn Sie einen guten Laufschuh brauchen, lassen Sie sich wie selbstverständlich umfassend vom Fachmann beraten − tun Sie das auch, wenn Sie Ihr Haus auf den Brandfall vorbereiten möchten. Folgendes sollten Sie bei Ihrer Entscheidung beachten:

  • Das allseits bekannte CE-Zeichen sagt noch nicht viel über die individuelle Qualität des Produktes aus, macht aber deutlich, dass es in Europa verkauft werden darf.
  • Achten Sie beim Kauf auf das stilisierte brennende Q. Dieses Prüfsiegel wird unabhängig vergeben. Rauchmelder mit diesem Siegel erfüllen hohe Anforderungen des Vereins zur Förderung des Deutschen Brandschutzes. Dazu zählen Batterielebensdauer, hohe Robustheit und eine reduzierte Quote bei Falschalarmen.
  • Ein optisches Signal, zum Beispiel ein LED-Leuchtring, macht Ihren Rauchmelder noch effektiver und sorgt dafür, dass auch Menschen mit akustischen Handicaps im Brandfall alarmiert werden.
  • Fortschrittliche Rauchmelder verfügen über zwei Erkennungsverfahren, die bekannte Streulichtmessung und eine Temperaturmessung.
  • Dank KNX lassen sich moderne Rauchmeldesysteme miteinander kombinieren und in die bestehende Gebäudetechnik integrieren. Im Ernstfall können so automatisierte Prozesse in Gang gesetzt werden, um noch schneller Maßnahmen einzuleiten.

Bei Fachmannfragen den Fachmann fragen

Ja, der Slogan ist inspiriert. Aber er stimmt. Der Tag des Rauchmelders am 13. Mai 2016 erinnert uns an die Wichtigkeit dieses Themas. Und gerade weil es so wichtig ist, sollten Sie sich vom Fachmann beraten. Dieser berät Sie und sorgt dafür, dass Sie die richtige Wahl für Ihr Eigenheim wählen – für mehr Sicherheit für Sie und die ganze Familie.

Die Initiative Rauchmelder retten Leben zeigt in dem Video „Von Drachen und Rauchmeldern“, wie sich ein solches Szenario abspielen kann.

Diesen Artikel haben wir am 19.12.2016 aktualisiert.

Quelle: YouTube / eobiont

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