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Pritzker-Preis 2019 geht an japanischen Architekten Arata Isozaki

Was im Filmbusiness der Oscar, ist in der Architektur der seit 1979 verliehene Pritzker-Preis. Jedes Jahr wartet die Architektur-Szene gespannt auf die Urteilsverkündung der Jury. In diesem Jahr geht der mit 100.000 US-Dollar dotierte Preis an den japanischen Architekten Arata Isozaki. In der Begründung heißt es, Isozaki sei mit seinen „frischen Bauten“ nie gerade herrschenden Trends gefolgt, sondern stets seinen eigenen Weg gegangen.

Pritzker-Preisträger 2019: Ein Visionär seiner Generation

“Isozaki war einer der ersten japanischen Architekten, die außerhalb Japans bauten. In einer Zeit, in der traditionell westliche Zivilisationen den Osten beeinflussten, machte dies seine Architektur, die von seiner globalen Bürgerschaft geprägt ist, wirklich international“, kommentiert Tom Pritzker von der Hyatt Foundation, die hinter dem Pritzker-Preis steht.

„In einer globalen Welt braucht Architektur diese Kommunikation.“
Mit seinem Werk schlug der Japaner eine Brücke zwischen Ost und West und brachte Stilelemente seiner Heimat auf nahezu alle Kontinente. Zu Isozakis bekanntesten Gebäuden zählen unter anderem das Museum of Contemporary Art in Los Angeles, das Olympische Stadion in Barcelona und die Daimler-Benz-Hochhäuser in Berlin. In seinen Entwürfen findet sich immer wieder das für Japan typische Konzept „Ma“ wieder. Hierbei werden sogenannte „negative Räume“, das heißt Zwischenräume oder Öffnungen gelassen. Die Leere – zum Beispiel ein lichtdurchfluteter Raum – ist voll von Möglichkeiten und demnach der eigentliche Inhalt, denn es ermöglicht Dingen, herauszustechen und Bedeutung zu erlangen.

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Weltweit mehr als hundert Bauprojekte umgesetzt

Isozaki, der aus Ōita auf der Insel Kyūshū im Südwesten Japans stammt, konnte bereits während der Besatzungszeit der Alliierten nach Ende des Zweiten Weltkriegs erste Erfolge feiern. In den 1980er Jahren half er dabei, japanisches Design nach Europa und in die USA zu bringen. In der Mitteilung der Hyatt Foundation heißt es, dass seine Modernismus-Bauten zwar „geometrisch simpel“ wirkten, jedoch voller „Theorie und Zweck“ steckten.

Nachdem 2018 der Inder Balkrishna Doshi ausgezeichnet wurde, ging der Pritzker-Preis nun zum zweiten Mal in Folge nach Asien. In den Jahren zuvor gehörten bereits renommierte Architekten wie Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Norman Foster oder Hans Hollein zu den Preisträgern.

Quelle: ArchDaily / YouTube

Welcher Architekt wäre ein Kandidat, der Ihrer Meinung nach, den nächsten Pritzker-Preis verdient hätte?

Architektur Design Pritzker-Preis
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