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Der Pritzker-Preis 2018 geht nach Indien: Balkrishna Doshi erhält renommierten Architekturpreis

An Bekanntheit und Einfluss gewann der indische Architekt Balkrishna Doshi in erster Linie durch die von ihm entworfenen Sozialbauten wie etwa das Aranya Housing Project in Indore. Heute leben in der 1989 gebauten Siedlung rund 80.000 Menschen in 6500 Wohneinheiten, die für unterschiedlichste Einkommensstufen konzipiert wurden. Am 7. März 2018 gab der Vorsitzender der Pritzker-Jury, Tom Pritzker, bekannt, dass der von der Hyatt Foundation seit 1979 verliehene Preis in diesem Jahr an Doshi geht. Bekannte Preisträger in der Vergangenheit waren unter anderem Architektur-Ikonen wie Norman Foster, Zaha Hadid oder Renzo Piano.

Auch der 45. Pritzker-Preis steht im Zeichen des sozialen Bauens

Doshi, Jahrgang 1927, berücksichtigt in seinem Werk neben gestalterischen Aspekten stets auch soziale, ökologische und wirtschaftliche Dimensionen. Sein Schaffen wird als nachhaltige Architektur bezeichnet. Das Urteil der Jury über Doshi: "Im Laufe der Jahre hat Balkrishna Doshi eine Architektur geschaffen, die ernst, die nie auffällig ist oder Trends folgt." Er habe einen tiefen Verantwortungssinn und das Verlangen, für sein Land und dessen Menschen einen Beitrag durch authentische Architektur von höchster Qualität zu leisten.

Projekte des Preisträgers Balkrishna Doshi

Prizker Preis
Prizker Preis 2018
Prizker Preis 2018
Prizker Preis 2018

Mit der Verleihung des 45. Pritzker-Preises an Doshi setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, Architekten mit sozialer und ökologischer Verantwortung auszuzeichnen: 2014 erhielt der Japaner Shigeru Ban den Preis, 2016 der Chilene Alejandro Aravena, der sich ebenfalls mit sozialen Fragen des Bauens auseinandersetzt.

Beeinflusst durch die klassische Moderne

In seiner Dankesrede widmet Balkrishna Doshi die Auszeichnung seinem "Guru" Le Corbusier, mit dem er zusammenarbeitete und dessen Schaffen sein eigenes stark beeinflusst hat. Grundsätzlich gelten Doshis Bauwerke als von der klassischen Moderne des Westens geprägt. Jedoch finden sich auch Aspekte der fernöstlichen Kultur in seinem Werk. Die Verleihung des mit 100.000 US-Dollar dotierten Pritzker-Architekturpreises 2018 wird am 16. Mai 2018 im Aga Khan Museum in Toronto, Kanada, stattfinden.

Was halten Sie von der Entwicklung, dass der höchste Architekturpreis immer häufiger an Architekten geht, die Wert auf sozial verantwortliches, nachhaltiges Bauen legen? Sollte Architekten in erster Linie Designer sein oder sollten sie das Thema Bauen grundsätzlich ganzheitlich angehen? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

Architektur Design Pritzker-Preis

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