Mit der Innenausstattung hoch hinaus

Wer ein Haus baut oder renoviert, denkt nicht unbedingt zuerst an Treppen. Schließlich sind sie nur dazu gedacht, von einem Stockwerk ins andere zu gelangen – oder etwa nicht? Treppen sind viel mehr als Mittel zum Zweck. Sie sind ebenso Gestaltungsmittel und Designobjekt.

Treppen können das Raumbild stark beeinflussen. Angefangen von der Form über das Material bis hin zur passenden integrierten Beleuchtung gibt es eine ganze Reihe an Treppenkonstruktionen, die den Grundstein für Ihre individuelle Innenausstattung legen. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie von uns.

Treppenklassiker sind immer noch modern
Die wohl bekannteste Treppenart ist die Wangentreppe, bei der die Stufen auf beiden Seiten in schrägliegenden Bauteilen eingefasst und verankert werden. Man unterscheidet zwischen halbgestemmten Wangentreppen, durch die man dank fehlender Setzstufen zwischen den Trittstufen hindurchsehen kann, und ganzgestemmten Wangentreppen mit Setzstufen. Halbgestemmte Wangentreppen wirken durch ihre offene Konstruktion filigraner und eignen sich damit besonders für dunklere Räume.

Bei der Holmtreppe liegen die Trittstufen nicht wie bei der Wangentreppe zwischen der Tragkonstruktion, sondern direkt darauf. Weil das Geländer direkt an den Holmen befestigt wird, gibt es nahezu unzählig viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Am einfachsten zu konstruieren ist die Zweiholmtreppe, weil die Stufen im Gegensatz zur Einholmtreppe auf zwei Holmen aufliegen anstatt nur auf einem.

Die Treppe setzt erste Akzente bei der Innenausstattung

Wenn Sie es besonders ausgefallen mögen, können Sie bei der Treppenwahl auf optisch ausgefallene Konstruktionen wie die Wendeltreppe oder die Faltwerktreppe setzen. Bei Faltwerktreppen ist die Unterkonstruktion nicht sichtbar. Sie wirken daher wie aus einem Stück gefertigt und bestechen durch ihre zick-zack-förmige Konstruktion. Die Wendeltreppe wird hingegen von nur einer in der Mitte verlaufenden Stütze getragen, die die kreisförmig ausgerichteten Stufen trägt.  

Treppen als Gestaltungsmittel

Der neueste Schrei unter den Treppen sind Kragarmtreppen. Sie zählt wie die Faltwerktreppe zu den eingespannten Treppen: Die Trittstufen können ohne Wangen und tragendes Geländer angebracht werden. Direkt in der Wand „schweben“ sie daher als optischer Blickfang förmlich im Raum. Futuristisches Flair lässt sich aber am besten mit abgehängten Treppen nach Hause holen. Die Trittstufen werden hier mit Seil- oder Stababhängungen an der Decke befestigt. Aber keine Angst: Eine feste Einspannung verhindert, dass die einzelnen Stufen zur Schaukel umfunktioniert werden können.

Treppen ins rechte Licht rücken

Wenn die Treppe erstmal gewählt ist, fehlt noch die passende Beleuchtung. Sehr beliebt ist eine LED-Lichtfuge zwischen Wand und Treppe, die dezent für atmosphärisches Licht sorgt. 

Klassikfreunde können verschiedene Leuchten direkt in die Wand montieren lassen, je nach Wunsch ober- oder unterhalb des Geländers. Eine dezente Beleuchtung der Treppe kann erreicht werden, wenn LED-Lichtbänder direkt entlang der Trittstufen oder am Geländer angebracht werden. In Kombination mit einer Wendeltreppe wirken Pendelleuchten, die in unterschiedlicher Höhe angebracht werden können, besonders harmonisch.

Die Beleuchtung soll aber nicht nur für eine gemütliche Atmosphäre im eigenen Zuhause sorgen, sie soll zudem die Stolperfalle Treppe erhellen. Sicherheit und Optik können mit moderner Beleuchtungstechnik gut aufeinander abgestimmt werden – beispielsweise durch eine automatische Lichtsteuerung. Wie die Lichtplanung im Einzelnen aussieht, hängt von der Größe des Raumes, der gewählten Treppe und Ihren persönlichen Wohnideen und Vorlieben ab. 

Für welche Treppe würden Sie sich entscheiden? Welche Vorlieben bei der Innenausstattung und Beleuchtung haben Sie? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

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Design Wohnideen Wohntrends

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