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Dekoratives Lichtdesign: Unsere Highlights der Light + Building 2018

Ob energiesparende LEDs oder digitale Lichtsteuerung: Jüngste Technologien haben die Beleuchtung revolutioniert. Das reine Lampenobjekt tritt dabei immer öfter in den Hintergrund. Stattdessen entfaltet das Licht als Werkstoff und vollwertiges Gestaltungsmittel einen eigenständigen Charakter und enthüllt bislang verborgene Qualitäten.

Noch bis zum 23. März beleuchtet die Light + Building in Frankfurt am Main in vier Themenbereichen wegweisende Trends für die dekorative Beleuchtung in Wohnräumen. Wir haben uns die Highlights angesehen.

Evoke emotions: Technologien für gefühlvolle Lichtstimmungen

Um das Wohlbefinden zu steigern, lassen die Lampen beim Trend „Evoke emotions“ die Grenzen zwischen natürlicher und künstlicher Beleuchtung verschwimmen. Hier passt sich das Licht dank digitaler Technologien den menschlichen Bedürfnissen an. Mit feinfühligen Gestaltungsansätzen und experimentellen Systemen simulieren die Designer natürliche Lichtprozesse, spielen mit Reflektion, Bewegung und Schatten. So fängt zum Beispiel Davide Groppi bei seiner Tomoko-Lampe mit künstlich erzeugtem Licht den natürlichen Sonnenverlauf ein und veranschaulicht den Wandel der Lichtverhältnisse im Raum.

Innovativ und experimentell sind auch die Materialien: Folienartige oder metallische Membrane kreieren einzigartige Farbverläufe; Perlmutt und Glas erzeugen diffuse Leuchteffekte – wie etwa bei der Kollektion von Guise von Diez, bei der das Licht erst am Rand der Glaslampen sichtbar wird.

 

Bei der schwebenden Amisol-Leuchte des Designers Dyniel Rybakkens wird das Licht hingegen von einer kreisrunden Spiegelmembran reflektiert und durch das transluzente Segel wie bei einem Kaleidoskop vervielfacht. Schon auf der Euroluce 2017 in Mailand präsentierte Luceplan diese besondere Lampe als Highlight. Die farbenfrohe Lichtinstallation Senses of the Future wurde bei der Mailänder Möbelmesse gar mit einem Design-Award ausgezeichnet.

Imagine mutation: Modulation für außergewöhnliche Vielfalt

Stereotypen suchen die Besucher im Trendbereich „Imagine mutation“ vergeblich. Hier will das Lampendesign nicht schmeicheln, sondern die Anomalien und das Außergewöhnliche zelebrieren. Texturen und Muster in spannender Korrelation sowie gegensätzliche Materialien, bei denen matte und glänzende Oberflächen, Monochromes und Kunterbuntes kontrastieren, setzen übertriebene Effekte. Verzerrt, verdreht und widerspenstig ergründen die Designer durch Modifikationen eine neue Vielfalt des Lampendesigns.

Inspiriert von geometrischen Formen präsentieren sich zum Beispiel die Leuchten der Bomma-Kollektion Phenomena vom Dechem Studio wie skulpturale Kunstwerke. Ein ebenso eigenständiges, expressives Lichtobjekt hat der Designer Anthony Dickens mit Tekio geschaffen. Das flexible Beleuchtungssystem aus Papiermodulen wird von Magneten zusammengehalten und passt sich beliebig transformierbar dem Raum an.

Light + Building
 

Revive homeliness: Zurück zu den funktionalen Wurzeln des Lampendesigns

Zurück zur gemütlichen Einfachheit – darauf bezieht sich „Revive homeliness“. Das authentische, unkomplizierte Lampendesign erzeugt in warmen und naturgegebenen Lichttönen eine gemütliche Stimmung für ein zurückhaltendes Zuhause. Schlichte, aber durchdachte Konzepte und eine sorgfältige Auswahl handwerklicher, langlebiger Materialien tragen zu einem Ambiente bescheidener Ursprünglichkeit bei. So feiert zum Beispiel die lenkbare Lichtquelle Modular Typ 500  von Curt Fischer mit ihrem simplen Werkstattcharakter ein Revival.

Auch bei der Pendelleuchte Above für Louis Poulsen folgt das Licht dem Lampendesign. Ein grafisches Dreieck mit bogenförmiger Öffnung legt nach oben ein einfaches Kabel frei, während die Lichtquelle verdeckt bleibt. Generell prägen minimalistische Formen, natürliche Farben und matte, raue Oberflächen wie lackierte Metalle, aber auch Keramik und Holz den ehrlichen Industriecharme dieses Trends.

Create history: Malerische Lampenkunst mit Wunderwirkung

Im Themenbereich „Create history“ setzen die Designer ihre Lampen „mit Retro-Appeal“ geradezu dramatisch in Szene. Extravagante Formen, glänzende, hochwertige Materialien und schillernde Farben prägen die opulente Gestaltung. Handgefertigte Antiquitäten und Raritäten erfahren durch neue Technologien eine neue Wertschätzung – so zum Beispiel die Lampen-Unikate von Piet Hein Eek, der mit seiner Tischleuchte Verones aus zarten Glasblüten ein kunstvolles Stillleben geschaffen hat. Hingegen strahlt die LED im geblasenen Glaskörper der Hängeleuchte Knot für Brokis wie ein funkelndes Hightech-Juwel.

Ob natürliche Lichteffekte, atypische Variationen, bewährte Funktionalität oder poetische Lampenkunst:  Viele Designs auf der Light + Building orientieren sich an klassischen Vorbildern und passen die Gestaltung an aktuelle Technikstandards an.

 

Welches Lampendesign imponiert Ihnen besonders? Teilen Sie uns Ihre Trend-Highlights beim Lichtdesign mit!

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