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LED-Lampen dimmen: Tipps für die perfekte Lichtstimmung

In einem voll ausgeleuchteten Wohnzimmer kommt beim Fernseh- oder Spieleabend selten Gemütlichkeit auf. Eine gedimmte Beleuchtung kann in diesem Fall die perfekte Lösung sein, um ein behagliches Wohlfühlambiente zu schaffen und auch noch Strom zu sparen. Doch wie funktionieren Dimmer? Welche Leuchtmittel sind überhaupt geeignet und worauf sollten Sie bei der Wahl des Dimmschalters achten? Dieser Artikel liefert Ihnen die Antworten zu diesen Fragen.

Helligkeit nach Maß: Wie funktionieren Dimmer?

Mit einem Dimmer können Sie elektrische Ströme schalten und steuern, um die Helligkeit von Leuchten zu regulieren. Dahinter steckt das elektrotechnische Prinzip der sogenannten Phasenanschnitt- oder Phasenabschnittsteuerung. Beide Methoden beschreiben die Leistungsregelung elektrischer Geräte, die mit Wechselspannung betrieben werden. Dabei sperrt und öffnet der Dimmer den Stromfluss zur Lampe mehrere Male innerhalb kürzester Zeit – in einem 50Hz-Netz beispielsweise 100 Mal pro Sekunde. So ist die Helligkeit der Leuchtmittel je nach Verzögerungszeit stufenlos einstellbar.

Welche Leuchtmittel sind zum Dimmen geeignet?

Wichtigste Voraussetzung ist, dass die genutzten Leuchtmittel für das Dimmen ausgelegt sind.

Bei Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen ist das in der Regel nicht der Fall. Grundsätzlich dimmbar sind hingegen alle Glühbirnen, 230-Volt-Halogenlampen sowie Niedervolt-Halogenlampen (12 Volt) mit einem elektronischen oder konventionellen Trafo. Auch LED-Leuchtmittel können Sie dimmen, wenn diese auf der Verpackung als dimmbar (oder Englisch „dimmable“) gekennzeichnet sind. Für das vorhandene Leuchtmittel gilt es dann, den passenden Dimmer zu finden.

Welcher Dimmer für LED, Halogen und Co.?

Sowohl für eine normale Glühbirne als auch eine 230-Volt-Halogenlampe können Sie in der Regel jeden handelsüblichen Dimmer nutzen. Wichtig ist die Differenzierung bei Niedervolt-Leuchten. Für 12-Volt-Halogenlampen mit einem elektronischen Trafo benötigen Sie einen Phasenabschnittdimmer, während bei einem konventionellen Trafo ein Phasenanschnittdimmer erforderlich ist. Hinweise dazu finden Sie auf der Verpackung des Leuchtmittels und Dimmschalters. Auch LED-Leuchten können Sie in der Regel nur mit einem speziellen LED-Dimmer regulieren.

Worauf sollten Sie beim Kauf von Dimmer und Leuchtmittel achten?

Damit Dimmer, Leuchtmittel und (falls vorhanden) der Trafo zusammenpassen, ist ein Blick auf die Gesamtwattzahl aller Komponenten sinnvoll. Jeder Dimmer besitzt eine minimale und maximale Anschlussleistung, über die die industrielle Kennzeichnung R, L oder C gibt Aufschluss gibt. Wenn diese Lastzeichen bei Dimmer, Leuchtmittel und Trafo übereinstimmen, sind sie miteinander kompatibel.

Besonders praktisch sind Universaldimmer, die das Lastverhalten automatisch erkennen und anpassen. Bei LED-Leuchten funktioniert diese Lösung allerdings nicht.

Dimmer anschließen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Je nach Lampenart gibt es unterschiedliche Optionen, wie Sie einen Dimmer anschließen. Für fest verbaute Deckenleuchten eignen sich Einbaudimmer als Aufsatz- oder Unterputzinstallation, die den klassischen Lichtschalter ersetzen. Für mobile Lampen wie Tisch- und Stehleuchten mit eigenem Stecker finden Sie Kabel- oder Steckdosendimmer, den Sie zwischen Stecker und Stromquelle schalten können.

LED-Lampen dimmen mit ZigBee Light Link.

Lichtstimmung im Handumdrehen: Komfortabel schalten und dimmen

Neben den elektrotechnischen Kriterien entscheidet auch die gewünschte Bedienung über die Wahl des Dimmers. Von Drehen, Tippen und leichten Berührungen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Lichtsteuerung, für die Gira jeweils passende Dimm-Lösungen und Bediengeräte bietet.

Weit verbreitet sind klassische Drehdimmer, die zusätzlich eine Druckknopffunktion zum An- und Ausschalten des Lichts integrieren können. Die Helligkeit von Glühbirnen, Halogenlampen und LEDs können Sie beispielsweise mit dem Gira Drehdimmer regulieren. Dieser erinnert optisch an den runden Retro-Schalter Gira S-Color, ist aber auch in vielen anderen Designvarianten aus dem Gira Schalterprogramm erhältlich. Touchdimmer integrieren hingegen eine sensorische Kontaktfläche, über die Sie die Helligkeitsstufe punktgenau auswählen können. Der Gira Touchdimmer reagiert dank kapazitiver Sensortechnik auf sanfte Berührungen. Durch eine längere Berührung der Touchfläche können Sie die aktuelle Helligkeit auch als Memorywert speichern und diesen später mit einem kurzen Fingertipp wieder abrufen.

Bei dem Gira Tastdimmer genügt ebenfalls ein leichtes Antippen, um das Licht ein- oder auszuschalten. Durch längeres Drücken der Wippe dimmen Sie die Beleuchtung stufenlos. Mit dem Gira KNX Tastsensor 3 können Sie auf diese Weise nicht nur einzelne Leuchten steuern, sondern auch Leuchtengruppen für individuell definierte Raumszenen. So dimmen Sie beispielsweise beim gemütlichen Filmeabend die komplette Wohnzimmerbeleuchtung mit einem Fingertipp, in dem Sie die Szene „Kinoabend“ abrufen.

Platzsparend und doppelt komfortabel regulieren Sie das Licht mit dem Gira Seriendimmer, den Sie einfach gegen einen vorhandenen Serienschalter austauschen können. Dann steuern Sie die Helligkeit zweier oder auch mehrerer Leuchten unabhängig voneinander über einen zentralen Tastdimmer.

Bei den optischen Ansprüchen müssen Sie mit den Gira Dimmern keine Kompromisse machen. Die vielfältigen Designvarianten aus dem Gira Schalterprogramm halten für jeden Wohnstil ein passendes Modell bereit.

LED-Lampen dimmen mit Gira Drehdimmer.
Mehrere LED-Lampen dimmen geht auch mit einem Schalter.
LED-Lampen dimmen mit Memorywert.

Smart Lighting: Intelligent LED-Lampen dimmen im Smart Home

Neben der manuellen Lichtsteuerung bietet das intelligente Zuhause viele weitere Optionen, um die Beleuchtung komfortabel anzupassen und zu automatisieren. Dafür können Sie die komplette Lichttechnik im Smart Home via Funk oder Kabel (KNX) vernetzen. Der Gira HomeServer dient dabei als Bordcomputer des KNX Systems, über den alle Befehle der Lichtsteuerung zusammenlaufen. Per Fingertipp über die intelligente Bedienzentrale Gira G1 oder die Touchscreens Gira Control 9 und Gira Control 19 können Sie für alle vernetzte Lichtquellen im Haus individuelle Helligkeitsstufen definieren, Leuchten in stimmungsvollen Raumszenen zusammenschließen und die gespeicherte Eingaben ebenso einfach abrufen.

Auch von der Couch aus können Sie die Beleuchtung flexibel regulieren. Mit der Gira HomeServer App wird Ihr Smartphone oder Tablet zum mobilen Lichtschalter und Dimmer – für einen maximalen Wohnkomfort.

Wie dimmt Alexa das Licht?

Haben Sie die Hände voll oder möchten im Dunkeln nicht nach dem Wandschalter suchen, können Sie das Licht ebenso einfach per Sprachbefehl steuern. Dafür kommuniziert zum Beispiel der kompakte Mini-Server Gira X1 in Kombination mit dem Sicherheitsmodul Gira S1 mit der Sprachassistentin Alexa. Auf Zuruf können Sie nicht nur individuell definierte Lichtszenen für den Filmeabend oder das Wellness-Programm im Bad abrufen, sondern die Helligkeit auch in bestimmten Abstufungen dimmen, beispielsweise um 80 oder 50 Prozent.

LED-Lampen dimmen mit Gira G1.
LED-Lampen dimmen können Sie auch mit dem Gira Control Client 19.
Gira HomeServer App für die Bedienung der Smart-Home-Technik des mordenen Hausboots..

Fazit: Auf die Frage „Licht an oder Licht aus?“ beschränken sich Ihre Möglichkeiten bei der Lichtsteuerung längst nicht mehr.

Mit einem Dimmer können Sie ohne großen Aufwand und auch ohne neue Leuchten die Lichtqualität Ihren individuellen Wünschen anpassen.

Haben Sie den Dreh für die perfekte Lichtstimmung schon raus? Schreiben Sie uns, in welchen Räumen Sie nicht auf eine dimmbare Beleuchtung verzichten möchten.

Licht Wohnkomfort
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