Gigantische 700 Quadratmeter als Display

Hamburger Klubhaus erhält internationalen Architekturpreis

Der neue Hotspot auf dem Hamburger Kiez ist das Klubhaus St. Pauli. Im September 2015 feierte die angesagte Location nach zwei Jahren Bauzeit seine Eröffnung. Jetzt, ein halbes Jahr später, wurde es mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Das außergewöhnliche Gebäude auf dem Spielbudenplatz konnte sich bei der Media Architecture Biennale, die in diesem Jahr zum ersten Mal im australischen Sydney stattfindet, gegen Mitbewerber wie den Airport Los Angeles und die Time Square Headquarters durchsetzen. Ausgezeichnet werden auf der Biennale alle zwei Jahre herausragende Architekturprojekte an der Schnittstelle zu Medien und interaktivem Design. Für seine weltweit einzigartige Fassade erhielt das Klubhaus den Media Architecture Award 2016 im Bereich Entertainment. Prof. Norbert Aust, einer der fünf Bauherren, nahm den Preis in Sydney entgegen.

Fassade als überdimensionales Display

Das wirklich Außergewöhnliche am Klubhaus St. Pauli ist seine Fassade. Die 700 Quadratmeter große Fläche dient als gigantischer Screen. 23 Stunden wird die Fassade mit Medieninhalten bespielt. Unternehmen können diese Fläche für ihre Werbung nutzen, aber auch Nachrichten, Programmhinweise und Licht- und Videoinstallationen künstlerischer Natur erstrahlen an dem sechsstöckigen Gebäude. Und auch die Übertragung von Sportereignissen und Konzerten sind hier durchaus denkbar.

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

Quelle: klubhaus-stpauli.de

Neuer Hotspot für die Hafenmetropole

Darüber hinaus können Menschen mit der Riesen-Leinwand interagieren, zum Beispiel über Twitter. Von den Besuchern des Spielbudenplatzes abgesetze Tweets können bald unzensiert auf der Fassade angezeigt werden. Allein diese Fassade hat vier Millionen Euro gekostet, die kompletten Baukosten betrugen etwa 17 Millionen Euro. Dementsprechend stolz ist Prof. Norbert Aust auf das Bauwerk: „Schon die Nominierung für den Award war für uns eine große Auszeichnung. Viele unterschiedliche Gewerke haben ein einzigartiges und gesamtheitliches Ergebnis erzielt. Die Medienfassade ist zugleich ein Beweis für die Innovationskraft unserer Stadt.“

Neuer Hotspot für die Hafenmetropole

Auf den rund 5.000 Quadratmetern des Klubhaus St. Pauli haben schon mehrere Musikclubs wie der „Sommersalon“, die „Alte Liebe“, das Häkken und der Bahnhof Pauli ein Zuhause gefunden. In den sechs Stockwerken gibt es neben Gastronomie- und Büroflächen auch viel Platz für Live-Events wie die Lasertag-Arena und das Theater Schmidtchen. Musikfans, Nachtschwärmer und Kulturliebhaber kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Als Location für Veranstaltungen können Räumlichkeiten zudem angemietet werden − bis zu 2.000 Gäste können im Klubhaus untergebracht werden. Mitten auf der Reeperbahn stellt das angesagte Klubhaus eine neue Location für Musik, Entertainment und urbanes Arbeiten dar. Und mit der eindrucksvollen Fassade ist das Gebäude nicht nur innen ein Erlebnis, sondern auch außen.

Haben Sie die das Klubhaus St. Pauli bereits besucht? Was halten Sie von der Medienfassade? Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Ein neues HIghlight in der HafenCity ist die neu eröffnete Elbphilharmonie.

Architektur Award Hamburg LED

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