Kitchen Farming: Smart Gärtnern in der eigenen Küche

Auf die ein oder andere Art haben wir doch alle schon einmal versucht, ein wenig frisches Grün in der Küche zu kultivieren. Leider sind die Bemühungen oft nicht von Erfolg gekrönt – und so überlebt das Basilikumtöpfchen aus dem Supermarkt meist nicht allzu lang auf der heimischen Fensterbank. Mit Kitchen Farming gehören Erfahrungen wie diese der Vergangenheit an. Denn mit ausgeklügelten Pflanz-Systemen für die Küche ist der Ernteerfolg vorprogrammiert – im wahrsten Sinne des Wortes.

Kitchen Farming – das sind die Gründe für den neuen Lifestyle-Trend

Im Fokus des Kitchen Farmings steht zum einen der Wunsch nach einer nachhaltigen, bewussten und gesunden Ernährung: Der eigene Anbau garantiert frische Zutaten organischen Ursprungs, frei von Pestiziden und anderen Verunreinigungen. Weder Verpackungsmüll noch Transport belasten die Umwelt – zudem animiert der eigene Anbau zum regelmäßigen Verzehr von nährstoffreichen Lebensmitteln.

Zum anderen versprechen die innovativen Indoor-Farming-Systeme maximalen Komfort: Weder ein grüner Daumen noch bestimmte Kenntnisse sind hierfür notwendig – nicht mal ans regelmäßige Gießen müssen Sie denken. Das Hegen und Pflegen des frischen Grüns wird Ihnen nämlich vollständig abgenommen. Die smarten Systeme kümmern sich vollautomatisch um die Versorgung der Pflanzen mit Licht, Wasser und Co. Dabei werden sie von einer App überwacht und gesteuert – nur Ernten müssen Sie am Ende selbst.

Ein weiteres Plus: Kitchen Farming ist gänzlich unabhängig vom Wetter und den Jahreszeiten. Dürreperioden, Überwässerung, Frost oder ein Mangel an Sonnenlicht – all dies kann Ihrem kleinen Küchengarten nichts anhaben.

Kitchen Farming vereint gesunde Ernährung und smarten Komfort

OGarden Smart: Innovatives Indoor Farming in modernem Design

Welch ein Potential im Indoor Farming steckt, zeigt sich am Erfolg des kanadischen Start-ups OGarden: Nur sechs Minuten hat es gedauert – dann war das Projekt über eine Crowdfunding-Plattform komplett finanziert. Das Besondere an dem smarten Garten ist sein ringförmiger Aufbau. Durch ihn wird der „OGarden Smart“ zu einem futuristisch anmutenden Eyecatcher in Ihrer Küche.

Die Pflanzen drehen sich dabei kontinuierlich um eine sparsame LED-Lichtquelle, die eine Idealmenge an Sonnenlicht simuliert.

Auch die Bewässerung läuft vollautomatisch – Sie brauchen lediglich hin und wieder den Wasserbehälter aufzufüllen. Unter dem Pflanzring befinden sich weitere Stellflächen für heranwachsende Keimlinge. Insgesamt finden im OGarden Smart so bis zu 90 Obst- und Gemüsepflanzen gleichzeitig Platz. Im Schnitt können zwei bis vier Pflanzen täglich geerntet werden – das klingt doch nach jeder Menge gesunder Mahlzeiten, oder?

Ein echt gesunder Hingucker für Ihre Küche. Quelle: OGarden

Vertical Farming in der Küche – mit den Plantcubes von Agrilution

Vertical Farming – das bedeutet den Anbau von Pflanzen in mehreren Etagen übereinander. Das Konzept wurde ursprünglich zur ortsnahen und platzsparenden Versorgung in urbanen Ballungsräumen entwickelt. Mit dem „Plantcube“ von Agrilution können Sie diese geniale Idee nun auch in der eigenen Küche verwirklichen. Der Gewächsschrank ist in etwa so groß wie ein Standard-Kühlschrank und kann frei im Raum stehen oder in eine bestehende Küchenzeile integriert werden.

Mit dem Auslegen der Saatmatten ist Ihr Teil der Arbeit auch schon so gut wie getan – den Rest erledigt der Plantcube für Sie. Neben LED-Beleuchtung und automatisierter Bewässerung verfügt das smarte System auch über eine sensorbasierte Klimasteuerung, die den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen bietet. Über die zugehörige App wird das Ganze gesteuert – dabei haben Sie jederzeit Einblick in den Wachstumsprozess und Ihrer täglichen Ernte steht nichts mehr im Weg.

Der „Plantcube“ von Agrilution ermöglicht den Anbau von Pflanzen in mehreren Etagen übereinander.

Rise Gardens: Smartes Kitchen Farming im schicken Pflanzregal

Ebenfalls nach dem Prinzip des Vertical Farming aufgebaut sind die smarten Pflanzregale von Rise Gardens, einem jungen Start-up aus Chicago. Was uns bei dieser Lösung besonders gut gefällt: Das System erinnert durch seine offene Struktur eher an ein dekoratives Möbelstück als an ein Hightech-Gerät und ist daher auch unter optischen Gesichtspunkten ein echter Zugewinn für Ihre Küche.

Ansonsten funktioniert das Ganze ähnlich wie bei den bereits vorgestellten Produkten: Ein Großteil der Arbeit wird auch hier mittels smarter Technologie automatisiert. Eine App hat dabei alle relevanten Parameter im Blick und benachrichtigt Sie, wenn Wasser oder Nährstoffe wieder aufgefüllt werden müssen oder es Zeit für die Ernte ist.

Kitchen Farming bietet optimale Wachstumsbedingungen für maximalen Ertrag – und das bei minimalem Aufwand. Mit der Indoor-Aufzucht von Pflanzen tun Sie nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

Und nicht zuletzt: Zu ernten, was man eigenhändig gesät oder angepflanzt hat, ist ein ganz besonderes Gefühl – probieren Sie es selbst einmal aus.

Kitchen Farming – wäre das etwas für Sie? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

Nachhaltigkeit Technik-Trends Wohngesundheit
Kommentare

Starten Sie die Diskussion über diesen Artikel

Das wird Sie auch interessieren