Frische Farben fürs Kinderzimmer: So sorgen Sie für echte Wohlfühlatmosphäre

Für viele Eltern gibt es kaum etwas Schöneres, als für den Nachwuchs ein Kinderzimmer einzurichten. Doch während Väter und Mütter nach der Geburt für die Gestaltung verantwortlich sind, entwickeln schon Kindergartenkinder ein Gefühl für eine Lieblingsfarbe. Intuitiv wählen Mädchen und Jungen Farben, die ihnen guttun. Für Eltern bedeutet das: Zuhören und sich nach den kindlichen Vorlieben richten – auch wenn sie kaum zur eigenen Vorstellung der Raumgestaltung passen.

Wandgestaltung im Kinderzimmer: Farben und ihre Wirkung

Jede einzelne Farbe sorgt für eine bestimmte Emotion. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Studien belegen, dass gerade Farben im Kinderzimmer eine emotionale Wirkung auf die Kleinen haben. Hier lohnt sich der Blick auf das einzelne Kind. Immerhin wird in Kinderzimmern nicht nur geschlafen, sondern auch gespielt oder für die Schule gelernt.

Helle Kinderzimmer-Farben

Farben wie Gelb, Rosa und Orange finden sich häufig in Kinderzimmern. Geschlechtsspezifische Vorlieben weichen heute immer mehr auf. Dennoch lieben viele Mädchen bis ins Grundschulalter ein pastellfarbenes Rosa. Doch Rosa muss nicht direkt mädchenhaft sein: Kombinieren Sie Rosa mit Nuancen aus Gelb, Braun oder Grau. Es gibt eine umfangreiche Palette an modernen Pastelltönen, auf die Sie zurückgreifen können.

Gelb ist eine Farbe, die eine besonders fröhliche Stimmung erzeugt. Sie sorgt für gute Laune und gibt Mut für den bevorstehenden Tag – eine sinnvolle Unterstützung speziell für zurückhaltende Kinder. Auch Orange und Rot sind bei vielen Kindern beliebt. Beide Farben zählen allerdings zu den sogenannten Signalfarben, die eine aktivierende Wirkung vermitteln. Auf großen Flächen, zum Beispiel an der Wand, können sie zu einer Reizüberflutung führen und auf die Kinder beunruhigend wirken. Deswegen sollten solche dynamischen Farben nur als Akzent eingesetzt werden.

Kinderzimmer farben

Dunkle Farben im Kinderzimmer

Kinder sind heutzutage dank des zunehmendem Medienkonsums täglich Unmengen von Reizen ausgeliefert, was zu Hyperaktivität oder Überforderung führen kann. Dunkle Farben wie Blau oder Grün können dem entgegenwirken. Vor allem Blau gilt als neutrale Farbe und wirkt beruhigend. Wer klassisches Blau oder Grün nicht mag, kann moderne Interpretationen wie Petrol oder Lindgrün testen. Sie sind mit hellen Farben wie Gelb oder Pastellrosa kombinierbar.

Tipp: Beginnen Sie vorsichtig mit der Gestaltung des Kinderzimmers und testen Sie die neue Farbe zunächst auf Bettwäsche, Vorhängen oder Teppichen, bevor Sie sich an die Wand machen.

Einmal Farbe, immer Farbe?

Viele Eltern kennen die Crux mit der Farbgestaltung im Kinderzimmer: Die Vorlieben ändern sich mit dem Alter der Kinder. Was im Kindergartenalter perfekt scheint, kann im Grundschulalter schon nicht mehr passen. Und spätestens zu Beginn der Pubertät gestalten viele Jugendliche ihr Zimmer komplett um. Bunte Farben haben dann oft ausgedient und müssen dezenten Töne wie Dunkelblau, Grau, Grün oder Weiß weichen. Doch die Umgestaltung hat einen wichtigen psychologischen Effekt: Kinder und Jugendliche zeigen dadurch ihre persönliche Weiterentwicklung. Unterstützen Sie deshalb Ihren Nachwuchs bei der Renovierung.

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Die Wandgestaltung im Kinderzimmer: Auf die richtige Kombination kommt es an

Auch wenn die Gestaltungsmöglichkeiten schier unendlich sind: Das Kinderzimmer kann durch die falsche Kombination von Farben schnell chaotisch und ungemütlich wirken. Bestimmen Sie zusammen mit Ihrem Kind zunächst eine Farbe, die im Zentrum der Gestaltung stehen soll. Dabei sollten Sie beachten, dass die Wandfarbe auf jeden Fall mit Möbelstücken und Textilien im Raum harmoniert.

Ton-in-Ton-Gestaltung oder Kombination von Komplementärfarben

Grundsätzlich stehen Ihnen zwei Möglichkeiten der Farbgestaltung zur Verfügung:

Die Ton-in-Ton-Gestaltung oder die Kombination von Komplementärfarben. Eine Farbkarte, die Sie im Baumarkt oder Fachhandel erhalten, hilft Ihnen dabei. Die Ton- in-Ton-Gestaltung ist besonders einfach. Dabei legen Sie einen zentralen Farbton fest und arbeiten nur mit Nuancen aus dieser Farbpalette. Bei der Gestaltung mit Komplementärfarben kombinieren Sie eine Farbe mit dem im Komplementärkreis gegenüberliegenden Farbton. Gegensätzlich eingesetzt sorgen sie für ein buntes, unaufdringliches Flair im Kinderzimmer.

Übrigens: Farben zeigen online gerne Abweichungen von der exakten Darstellung. Deswegen empfehlen wir, Farben immer auch auf Papier zu betrachten.

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Raumbedingungen beachten

Die Wandgestaltung im Kinderzimmer hat auch mit der Räumlichkeit zu tun. Beachten Sie also auch Faktoren wie Raumgröße, den Einfluss von Tageslicht oder das Vorhandensein von Nischen. Je kleiner ein Zimmer ist, umso dezenter sollten kräftige Farben zum Einsatz kommen, da sie das Zimmer optisch verkleinern. Helle Farben dagegen sorgen für Weite und Transparenz. Nischen in einem Raum lassen sich durch Farben akzentuieren und eine Situation wie eine kleine Höhle als Rückzugsort schaffen. Wer Kinder hat, die Poster, viele Accessoires und kleinteilige Möbel lieben, sollte Farbe an der Wand insgesamt eher dezent einsetzen.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl der Kinderzimmer Farben unbedingt auch auf gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. Am besten greifen Sie auf zertifizierte und wohngesunde Produkte zurück.

Lassen Sie bunte Träume Wirklichkeit werden

Bei der Wandgestaltung im Kinderzimmer können und sollten sich Eltern und Kinder gleichermaßen beteiligen und ausleben. Wichtig dabei: Lassen Sie der Kreativität Ihrer Kinder freien Lauf und lassen Sie zu, dass Sie ihr Kind mit den richtigen Farben die individuelle Persönlichkeit auslebt. Wir wünschen viel Spaß bei der Gestaltung!

Wie halten Sie es mit Kinderzimmer-Farben? Entscheiden Ihre Kinder alleine oder geben Sie eine Richtung vor?

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