Stilsicheres Interior Design | Teil 2

Wohnen soll Spaß machen. Das gelingt vor allem, wenn das heimische Interior Design dem persönlichen Lifestyle und Lebensgefühl entspricht. So ist die passende Einrichtung nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des individuellen Typs. 

Damit Sie sie beantworten können, verschaffen wir Ihnen einen Überblick zu den trendigsten Wohnstilen. 

Shabby Chic: Interior Design für lässige Romantiker

Quelle: BankImporta / The French Bedroom Company

„Schäbig“ hat keinen guten Ruf – es sei denn, es ist Shabby Chic. Der Vintage-inspirierte Wohnstil kombiniert Altes, Neues und Kurioses zu einem Interior Design mit Ecken und Kanten. Feine Kratzer und Kerben in antiken Möbeln, abgeplatzte Lackfarben auf Erbstücken und raue Holzstrukturen von scheinbar unbehandelten Flohmarkt-Schnäppchen modellieren den „nachlässigen“ Look. Gerade das Unperfekte macht den Reiz aus, denn die natürlichen oder künstlichen Gebrauchsspuren zeugen von Vergänglichkeit. 

Diesen zerbrechlichen Charakter akzentuieren schimmernde Dekor-Elemente wie Kristallleuchter, silberne Vasen oder funkelnde Paillettenkissen, die dem Schick zugleich eine edle Note einhauchen. Matte Pastell- und Cremefarben sowie leichte Stoffe frischen das ungezwungene Ambiente auf. So findet der Shabby Chic-Stil eine elegante Balance zwischen rustikalen Antiquitäten und verspielter Romantik.

Natural-Look: nachhaltig in der heimischen Flora verpflanzt

Quelle: CranmoreHome

Wer sich draußen zu Hause fühlt, räumt der Natur am besten auch in den eigenen vier Wänden ihren wohlverdienten Platz ein. Beim Natural-Stil sind natürliche Werkstoffe, Farben und Accessoires das oberste Reinheitsgebot. Für den wohngesunden Wohlfühlfaktor und nachhaltige Gemütlichkeit sorgen warme, erdige Basistöne vom Bodenbelag bis zum Mobiliar. Helle Naturfarben an der Wand hauchen der Wohnlandschaft ihre lebendige Leichtigkeit ein. 

Ebenso sind blühende Farbtupfer und kreative Pflanzenarrangements im Design-Konzept verwurzelt. Was beim Waldspaziergang oder Strandbummel gefällt, darf gerne mitgenommen werden: Die wild zusammengewürfelten Unikate betonen mit ihren organischen Texturen und Formen die gewollte Unregelmäßigkeit. So fügen sich interessante Steine, Muscheln, krumme Äste und Schilf zwischen Flechttruhen, markanten Holzmaserungen sowie groben Gewebe und Fellen authentisch in die natürlich inszenierte Umgebung ein. 

Urban Modern: experimentell und praktisch gedacht

Quelle: Pixabay

„Modern“ ist ein breiter Begriff. Beim Interior Design steht er für eine geradlinige Gestaltung mit einfachen Farben und reinen Materialien. Dieses klare Konzept wird beim Urban Modern-Style nur etwas freizügiger gedacht: Auf offener Fläche wie bei städtischen Lofts üblich, verschmelzen Raumkonzepte und unterschiedliche Wohnstile: So kollidieren Minimalismus, Industrial und glamouröser Schick mit individuellen Liebhaberstücken und experimentellen Werkstoffen. 

Gerne steht ein stattliches Möbelstück wie eine Couch oder ein rustikaler Esstisch im Mittelpunkt. Freistehende Interieur-Einheiten bilden den kreativen Rahmen. Neutrale Farben von Weiß über Grauschattierungen bis Schwarz geben den Ton an. Das unifarbene Grundkonzept kann partiell von kräftigen Farbtupfern bei den Kissen, Vorhängen oder anderem Dekor aufgemischt werden. So greift dieser Stil mit übersichtlichen, aber unerwarteten Elementen die städtische Atmosphäre in all ihrer Vielfalt auf.  

Ethno-Style: mutiger Mix für Individualisten

Quelle: The French Bedroom Company

Eine bunte Leguan-Figur windet sich unter afrikanischen Wandtellern, geflochtene Bambuslampen leuchten zwischen Vasen mit orientalischer Tribal-Verzierung: Der Ethno-Look ist ein Stil für moderne Weltenbummler, die keine Angst vor satten Farben und gewagten Kombinationen haben. Nach dem Motto „Alle Kontinente unter einem Dach“ versammelt der Ethno-Stil Möbel, Muster und Textilien aus aller Herren Länder. 

Geometrische Zickzackstrukturen treffen Zebra- und Giraffenmuster, zwischen warmen Erdtönen und kräftigen Gewürzfarben funkeln metallische Elemente in Bronze, Messing oder Silber. Bodenkissen, Patchwork-Plaids und Leder-Poufs finden sich lose neben rustikalen Holzmöbeln und orientalischen Teppichen. Dieses archaische Ambiente weckt das Fernweh – vor allem, wenn Sie die Einrichtungsstücke von Ihren eigenen Kultur-Expeditionen mitgebracht haben. 

Minimalismus: bescheidener Wohnstil mit klarer Ästhetik

Quelle: Pixabay

Darf es ein bisschen weniger sein? Mit der Kunst des Weglassens krönt der Minimalismus modernes Interior Design in all seiner puristischen Konsequenz. Mit klaren Linien, glatten Oberflächen und neutralen Farben hielt der minimalistische Wohnstil in den 80er Jahren als Gegenbewegung zur Postmoderne Einzug. Auf der zurückhaltenden Farbpalette dominieren Weiß, Schwarz sowie Grauabstufungen oder matte Neutraltöne, um bevorzugt Ton-in-Ton das aufgeräumte Gestaltungskonzept zu grundieren. Derweil strotzt das übersichtliche Interieur in seiner schlichten Optik geradezu vor Bescheidenheit. 

Zwischen sterilen Materialien wie Glas, Metall und modernen Kunststoff sorgt natürliches Licht für etwas Dynamik. Auf Dekoration können Sie bei diesem Wohnstil getrost verzichten – so viel „Extravaganz“ würde den sortierten Charakter nur stören. Hier geht es um Funktionalität und die reine, hochwertige Ästhetik, wie Sie sie zum Beispiel beim reduzierten Gira Schalterprogramm E2 finden.

Unabhängig vom Wohnstil sind beim Interior Design vor allem Persönlichkeit und Kreativität gefragt. Denn nicht nur das Wohnen, sondern auch das Einrichten soll Spaß machen. Solange Sie nur ein paar grundlegende Gestaltungsregeln berücksichtigen, können Sie sich bei der stilvollen Einrichtung frei austoben. 

In welchem Wohnstil erkennen Sie sich wieder? Lassen Sie uns gerne wissen, mit welchem Interior Design Sie sich zu Hause fühlen.

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