Milles Arbres: Tausend Bäume für Paris

Als Teil der innovativen Pariser Stadtplanungsprojekte ist Milles Arbres ein Unikat.

Innovative Stadtplanungsprojekte für Paris

Waren Sie schon einmal im New Yorker Central Park und dachten, wow, was für eine Oase? Umgeben von Bäumen und doch nur ein paar Meter entfernt von weltberühmten Sehenswürdigkeiten der Großstadt. Auch in Paris könnten Sie bald dieses Gefühl erleben.

Vor gerade mal zwei Jahren rief die französische Hauptstadt die Initiative Reinventer Paris ins Leben. Ganz im Sinne des französischen Ehrgeizes, führende Kraft in Europa in punkto Umweltschutz und erneuerbarer Energien zu werden, bat die Initiative Architekten, innovative Stadtplanungsprojekte für 23 verschiedene Pariser Standorte zu entwickeln. Um die bauliche Umsetzung der ausgewählten Entwürfe schneller realisieren zu können, bot die Stadt die Grundstücke nach Abschluss des Auswahlprozesses zum Kauf an.

Ausgewähltes Konzept: Milles Arbres

Eines der Gewinner der eingereichten Stadtplanungsprojekte ist „Milles Arbres“ (dt. „Tausend Bäume“), eine architektonische Herausforderung, entwickelt von dem französischen Architektenbüro OXO. Was derzeit noch als Busparkplatz im Pariser Grenzgebiet zum Vorbezirk Neuilly dient, soll schon Anfang der 2020er Jahre ein L-förmiges Blockgebäude mit ökologischen Ansprüchen und gemeinschaftlicher öffentlich-privater Nutzung sein. Das Projekt sieht eine Mischnutzung aus Wohnungen, Büroflächen, einem Hotel und einem Kindergarten auf mehreren Ebenen vor – Eiffelturmblick inklusive.

Maximale Raumnutzung und Steigerung der Lebensqualität

© Sou Fujimoto Architects + Manal Rachdi Oxo Architectes + Compagnie de Phalsbourg + Ogic + Morph

Ein lebendes Ökosystem als Wohnkonzept

Insgesamt tausend Bäume werden rund um den Gebäudekomplex gepflanzt. Sie sollen zur Verbesserung der Luftqualität, der Regulierung der Umgebungstemperatur und zum Wohlbefinden der Bewohner beitragen. Als positiver Nebeneffekt sorgen die bepflanzten Dächer zudem dafür, langfristig Energie zu sparen. Denn das Gebäude benötigt – wie ein lebendes Ökosystem – keinen konventionellen Strom, sondern nutzt eine Mischung aus Sonnen-, Wind- und geothermischer Energie. Eine Energieschleife sorgt dafür, dass überschüssig produzierte Energie einem anderen Gebäudeteil zur Verfügung gestellt werden kann, eben da, wo gerade Bedarf besteht.

Brücke ins Pariser Stadtzentrum

Einmal fertiggestellt wird der Bau einer nach unten hin schmaler werdenden, umgedrehten Pyramide ähneln. Ziel der Architekten war jedoch nicht diese besondere Ästhetik, sondern die Maximierung der öffentlich nutzbaren Fläche. Eine Bushaltestelle und eine Meile mit kulinarischen Angeboten vervollständigen das Areal. Ein zusätzliches Plus des Siegerentwurfs ist, dass das Bauwerk zugleich als Fußgängerbrücke über eine der meist befahrenen Straßen von Paris dienen wird. Nach Fertigstellung soll das Gebäude Paris für seine Vororte öffnen und diese durch die spezielle Lage an der Grenze zum 17. Arrondissement mit dem Stadtzentrum verbinden.

Lebensqualität ist gerade in Großstädten ein wertvolles Gut, dabei spielt die Natur eine wichtige Rolle. Was denken Sie? Würden Sie gerne in diesem Pariser Projekt leben?

Schlagwörter

Architektur Erneuerbare Energien Nachhaltigkeit Stadtplanung Umweltschutz

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