IKEA und ecosign: Jungdesigner zeigen nachhaltiges Design der Zukunft

Rund 20 Studierende der Kölner ecosign Akademie hatten im September/Oktober vier Tage lang erstmalig die Chance, ihre Abschluss- und Semesterarbeiten in einer Ausstellung rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Kölner IKEA Filiale am Butzweilerhof auszustellen. Eröffnet wurde die Vernissage, die nun jährlich stattfindet, am 28. September von Mario Fontana, Local Marketing Specialist bei IKEA Deutschland, ecosign-Dozent Bernd Draser und den Studentinnen Solenne Stadelmann und Carina Frings. Das Thema Nachhaltigkeit verbindet IKEA und ecosign – die Kooperation birgt für beide Seiten neue Möglichkeiten, junge Talente zu fördern und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Grund genug für mich, mir vor Ort selbst ein Bild der Arbeiten zu machen.

ecosign: Design für eine bessere Zukunft

ecosign nennt sich die Kölner Akademie, die seit über 20 Jahren nachhaltiges Design lehrt.

Nachhaltigkeit heißt für ecosign, „mit der Erde, ihren Ressourcen und ihren Lebewesen so umzugehen, dass auch künftige Generationen einen intakten Lebensraum und gesellschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten vorfinden.“Dabei spielen Designer eine wichtige Rolle – sie können durch ihre Innovationen und Produkte nachhaltige und gesellschaftliche Aspekte bei Produktion und Vermarktung einbeziehen und somit einen Grundstein für eine ressourcenschonende Zukunft legen. Studierende können während ihres Studiums verschiedene Schwerpunkte setzen: Produktdesign, Fotografie oder Kommunikationsdesign.

Thematisch vielfältig zeigte sich auch die Vernissage der ecosign-Studenten im Möbelhaus: Bei meinem Besuch konnte ich von Konzepten zum Wohnen der Zukunft über grafische Illustrationen bis hin zum nachhaltigen Produktdesign von nachhaltigen Coffee-to-go-Becherdeckeln oder Mülleimern, die Energie erzeugen, unterschiedliche Schwerpunkte erkennen. Mein Lieblingsprojekt möchte ich Ihnen im Folgenden genauer vorstellen.

Ikea und Ecosign

Leyla Kasa: Kollektives Wohnen

Eine Abschlussarbeit, die mich besonders faszinierte, war der Ansatz zum Wohnen der Zukunft von Leyla Kasa. Die Kölner Studentin zeigte ein Wohnprojekt für ein Mehrfamilienhaus, das der Wohnungsknappheit in Städten entgegenwirken und die Menschen wieder näher zueinander bringen soll: Durch das Teilen großzügiger Gemeinschaftsflächen und die Senkung der privaten Wohnfläche auf 31,5 Quadratmeter pro Kopf soll Wohnraum effizienter genutzt werden und zudem neuer Platz für gute Nachbarschaft entstehen. Begrünte Wege, Terrassen und andere Räume sollen der Allgemeinheit zugänglich sein und speziell in einer Welt der Single-Haushalte das gemeinsame Miteinander fördern.

Darüber hinaus ist das Projekt „Kollektives Wohnen“ von Kasa als ressourcenschonendes Niedrigenergiehaus konzipiert worden – genauer gesagt aus lokalen nachhaltig erwirtschafteten Platten aus Fichtenholz, um so gleich zwei Aspekte unter einen Hut zu bringen: mehr Wohngesundheit und CO2-neutrales Bauen. Tragekonstruktionen aus Holz tragen zu einer Reduzierung von 50-90 Prozent der grauen Energie und Treibhausgasemissionen bei, so die Designerin. Mehr über den Baustoff Holz lesen Sie auch auf G-Pulse.

Besucher der Ausstellung konnten sich vor Ort mittels eines Videos, das auf einem Tablet ablief, ein anschauliches Bild der Konstruktion machen.

Ein zukunftsträchtiges Konzept, das bereits einige Nominierungen und sogar den ecosign-Innovationspreis für die nachhaltigste Arbeit des Semesters gewinnen konnte – verdient, wie ich finde. Wer weiß, vielleicht wird das Konzept schon in naher Zukunft von interessierten Architekten und Planern umgesetzt werden.

Sie möchten mehr über nachhaltige Wohnkonzepte erfahren? Auf unserem Magazin finden Sie immer wieder spannende kreative Modelle zum nachhaltigen Leben und Wohnen der Zukunft.

Was halten Sie von dem Entwurf zum nachhaltigen Wohnen? Ich freue mich über Ihre Kommentare!

Design Nachhaltigkeit Wohntrends

Starten Sie die Diskussion über diesen Artikel

Das wird Sie auch interessieren

Auf dieser Seite wird der von Facebook angebotene Tracking-Pixel für Analyse- und Marketingzwecke eingesetzt. Dieser überträgt zum Teil personalisierte Daten an Facebook USA. Der Tracking-Pixel wird erst mit Ihrer Einwilligung aktiviert! Weitere Informationen zu dem Pixel, wie Sie diesen wieder deaktivieren können und welche Daten erhoben werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.