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Holz: Nachhaltige Grundlage für spannende Architekturprojekte

Holzhäuser haben eine lange Tradition. Von der Berghütte bis zur norwegischen „Rorbu“, eine nur saisonal genutzten Fischerhütte, findet der Rohstoff schon lange überall auf dem Globus Verwendung.

Aber auch heute ist Holz als angesagter Baustoff etabliert. Traditionen, modernes Design und Nachhaltigkeit gehen heute Hand in Hand – wie dieses smarte Einfamilienhaus aus Holz zeigt.

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Holz: Ein Rohstoff mit vielen Vorteilen

Unsere meist genutzten Baustoffe sind Stahl, Beton und Holz. Jedes Material hat seinen eigenen Charakter und somit auch eigene Vor- und Nachteile: Stahl ist als Baumaterial zwar nicht brennbar, wird allerdings bei hohen Temperaturen weich und macht eine Gebäudekonstruktion dadurch instabil. Beton kann bei großer Hitze zerplatzen. Holz dagegen bildet eine Schutzschicht aus Kohle, die den eigentlichen Kern vergleichsweise lange kühl hält.

Doch die Hitzebeständigkeit ist nicht der einzige Vorteil: Weil Holz ein träger Wärmeleiter ist und die Zellen im natürlichen Baustoff mit Luft gefüllt sind, dämmt und isoliert es gut. Infolge dessen verhindert er das schnelle Aufheizen im Sommer und schützt im Winter die Innenräume gegen Auskühlung. Zudem reguliert Holz die Luftfeuchtigkeit selbständig auf natürlichem Weg – dadurch steigt der Wohlfühlfaktor in Wohnräumen erheblich.

Gründe genug also auch beim Bauen auf den praktischen und natürlichen Rohstoff zurückzugreifen und einen Blick auf interessante Architekturprojekte aus aller Welt zu werfen, die Holz als Baustoff bereits berücksichtigen.

Das höchste Holzhaus der Welt steht in Wien

Derzeit befindet sich das höchste Holzhaus der Welt in Wien. Auf 84 Metern Höhe finden im HoHo Wohn- und Büroräume ihren Platz, aber auch Gastronomen und Wellnessanbieter haben sich hier niedergelassen. Für die 24 Stockwerke wurden 3.600 Kubikmeter Holz verbaut: Laut eigenen Angaben lediglich 0,6 Promille des jährlichen Holzüberschusses in Österreich.

Entwurf für geplante Holzhäuser in Wien
Beginn des Baus der beiden Holzhäuser in Wien
Interier Design der Holzhäuser in der Wiener Innenstadt
Blick aus dem Fenster des HoHos

Hoch hinaus: Die Holzhäuser River Beech & Oakwood TimberTower

Die Holzhochhäuser „River Beech“ und „Oakwood Timber“ befinden sich noch in der Planungsphase, übertreffen das HoHo aber um mehrere hundert Meter – im Fall einer Umsetzung.

Das River Beech Gebäude in Chicago wird als reines Apartmenthaus konstruiert. Auf dem Papier verteilen sich 80 Etagen auf 244 Meter. Ein sichtbares Stahlgerüst soll die Holzkonstruktion ergänzen. Dem Architektenteam um Perkins + Will liegt die CO2-neutrale Bauweise mit handelsüblichem Holz am Herzen:

In der Hochhausentwicklung muss der soziale und nachhaltige Aspekt besonders beachtet werden, so das Duo

Auch in England denkt man groß und nachhaltig: Der „Oakwood Timber Tower“ setzt vor allem auf den massiven Einsatz von begrünten Zonen, sowohl innen als auch außen. Wichtig ist den britischen Bauherren neben der Nachhaltigkeit des Projekts, dass bei der Konstruktion leichtes Holz verwendet wird und die Kosten niedrig bleiben. Baustart oder Eröffnung des Holzhochhauses stehen noch nicht fest. Dieses Video zeigt, wie die Entwickler von PLP Architecture sich das Konstrukt genau vorstellen.

Quelle: PLP Architecture / Vimeo

Zukunftsaussichten: Wohnturm W350

Das Land der aufgehenden Sonne ist in vielen Dingen ein Land der Superlative. Auch das japanische Architekturbüro Nikken Sekkei und das Forstunternehmen Sumitomo Forestry haben sich Großes vorgenommen: Bis 2041 soll der Wohnturm W350 in Tokio stehen. Das Projekt hat in zweierlei Hinsicht Symbolcharakter: Zum einen feiert Sumitomo Forestry im Jahr 2041 seinen 350. Geburtstag.

Zum anderen soll das Projekt realistische Lösungen für die Arbeit mit Massivholzkonstruktionen aufzeigen und ein Statement für nachhaltige Bauweise setzen. Geplant ist, dass am Ende weniger als zehn Prozent der Bausubstanz aus Stahl besteht. Das hat auch seinen Preis. Denn mit knapp 4,5 Milliarden Euro geplanter Bausumme ist das Projekt doppelt so teuer wie vergleichbare Konstruktionen aus Stahl und Beton.

Quelle: Aban Tech / YouTube

Holz – Der Baustoff der Zukunft

Durch seine robusten Eigenschaften und die hohe Materialqualität könnte Holz zukünftig die Stadtlandschaften prägen. Die offenen Konstruktionen und die eingeplante Begrünung bei allen vorgestellten Holzhausprojekten fördern zudem eine angenehme Wohn- und Arbeitsqualität.

Ein weiterer Pluspunkt für Holz als Baumaterial ist zudem der ökologische Fußabdruck, der positiver ausfällt als bei herkömmlichen Hochhausprojekten und besonders in der heutigen Zeit immer wichtiger wird.

Können Sie sich vorstellen in einem Hochhaus aus Holz zu wohnen und zu arbeiten? Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern in den Kommentaren.

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