Gründerinitiative GNERATOR: Gira startet Kooperation mit Start-up Senic

Nach einer etwa einjährigen Vorbereitungszeit startete Gira jetzt in Berlin die Gründerinitiative „GNERATOR“. Gira möchte im Zuge der Gründerinitiative in Austausch mit jungen und zukunftsträchtigen Technologieunternehmen treten und die Weichen für künftige Kooperationen und Geschäftspartnerschaften schaffen. Der Standort ist bewusst gewählt, denn „Berlin ist außerhalb des Silicon Valley einer der Standorte, an denen die Gründerszene im Bereich digitaler Informationstechnologien kräftig boomt“, so Gira Geschäftsführer Christian Feltgen.

Der erste Sparringspartner

Zukünftig sollen durch die Gründerinitiative GNERATOR innovative Start-ups mit Gira vernetzt, und langfristige Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden.

Eine erste Kooperation ist Gira bereits mit dem 2013 in Berlin gegründeten Technologie-Unternehmen Senic eingegangen.

Senic entwickelt technologische Lösungen, die Menschen im Alltag aus dem Hintergrund unterstützen soll ohne sie abzulenken. Die beiden bisher von ihnen entwickelten Produkte heißen NUIMO, mit dem intuitiv sämtliche im Haus vernetzte Geräte gesteuert werden können, und COVI, eine intelligente Leuchte mit integriertem Sprachassistenten. Die Vision, in der wieder der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen sollen, nennen die drei Gründer Enriched Reality (ER).

Quelle: Senic / YouTube

Zusammen in Richtung Zukunft

Die wichtigste Aufgabe des Start-up-Programms ist für Gira das Aufspüren spannender Gründerprojekte, die in den Bereichen Smart Home und Smart Building unterwegs sind. Vor allem Bereiche wie das „Internet der Dinge“, „Künstliche Intelligenz“, „Machine Learning“, „Smart Data & Analytics“ und „nutzerzentriertes Design“ stehen dabei im Vordergrund. Das Unternehmen will Gründer wie Senic bereits in der Entstehungsphase mit gezieltem Coaching und Mentoring fördern. Darüber hinaus können die jungen Unternehmen die von Gira bereitgestellten Räumlichkeiten und Betriebsmittel nutzen. Im besten Fall entwickelt sich aus einer solchen Förderung eine Zusammenarbeit, in der gemeinsame Projekte entwickelt werden können.

Die Kooperation: Ein Geben und Nehmen

Von der Zusammenarbeit sollen sowohl Start-ups als auch Gira profitieren. Die jungen Unternehmen können dabei auf die über hundertjährige Erfahrung des Spezialisten für intelligente Gebäudetechnik, dessen technologische Expertise und die ausgezeichnete Marktposition zurückgreifen.

Die Vorteile liegen für Tobias Eichenwald, Mitgründer und CEO von Senic, an dem Gira seit kurzem eine Minderheitsbeteiligung hält, auf der Hand: „Wir wollen die unterschiedlichen Stärken unserer beiden Unternehmen, aber auch deren an einigen Stellen ganz offenkundigen Gegensätze produktiv nutzen, um uns in einer Kooperationspartnerschaft gegenseitig Impulse zu geben und voneinander zu lernen.“

Auch Gira profitiert von der Kooperation. So betont Geschäftsführer Christian Feltgen: „Zum einen erweitern wir die Reichweite unseres Innovations- und Trendradars. Zum zweiten eröffnet uns unsere Gründerinitiative die Möglichkeit, in neuen Formen und mit neuen Regeln Ideen zu entwickeln und Dinge auszuprobieren, ohne gleich die Prozesse auszulösen, die wir aus guten Gründen bei uns im Unternehmen etabliert haben. Sowohl für unsere Forschung und Entwicklung als auch für unsere Innovationskultur erwarte ich mir davon wichtige und nachhaltige Impulse.“

Start-ups und etablierte Unternehmen befruchten sich gegenseitig. Stimmen Sie zu? In welchen Geschäftsfeldern könnten Sie sich solche Kooperationen noch vorstellen?

Automatisierung Innovation Technik-Trends

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