Giras Meilensteine: Vom Kippschalter zum Touchscreen

Seit der Firmengründung 1905 lautet die Devise „Lieber machen als nachmachen“. Und bis heute hat sich daran nichts geändert. Damals legte das Patent für die Weiterentwicklung des elektromechanischen Tumbler-Schalters die Grundlage für die Marke Gira und deren internationalen Erfolg – heute lässt sich die gesamte Gebäudetechnik auch digital steuern.

Ein Unternehmen zu gründen ist heutzutage nicht schwer. Dauerhaft am Markt zu bleiben und stets die richtige Balance aus Kontinuität und Wandel zu finden, ist dagegen eine echte Herausforderung. Gira meistert diese Herausforderung seit nunmehr 111 Jahren mit Erfolg. Das Unternehmen steht für moderne Gebäudetechnik mit System, die das Wohnen komfortabler, sicherer und energieeffizienter macht. Auch deswegen hat sich das Zwei-Mann-Startup des Jahres 1905 inzwischen zu einem international tätigen Unternehmen mit mehr als 1.200 Mitarbeitern entwickelt. Wir stellen Ihnen wichtige Meilensteine der Gira Innovationsgeschichte vor.

Innovation weist die Zukunft: der Tumblerschalter

Im Jahr 2016 feiert Gira, neben seinem eigenen Geburtstag, auch das 700-jährige Jubiläum seines heutigen Standortes Radevormwald. Die Firmengeschichte beginnt allerdings in Wichlinghausen bei Wuppertal. Dort entwickelt Richard Giersiepen Anfang des 20. Jahrhunderts den damals beliebten Tumblerschalter weiter und meldet darauf ein Patent an. Zusammen mit seinem Bruder Gustav gründet er zwei Jahre später das Unternehmen „Gebrüder Giersiepen, Fabrik von Apparaten für elektrische Beleuchtung“. Die Firma wird 1964 in Gira umbenannt und ist mittlerweile seit vier Generationen familiengeführt.

Alleinstellungsmerkmale: kein Summen, kein Kurzschluss

Heutzutage empfinden Sie es als selbstverständlich, dass Ihnen bei Spritzwasser nicht sofort die Sicherung rausfliegt und es unter der Tapete nicht summt wie im Bienenstock.

Mitte der 1950er Jahre beeindruckte Gira den Verbraucher mit einem Wechselstromkippschalter, der – so die damalige Werbung – geräuschlos wie ein Segelflugzeug war, und verkaufte als erstes Unternehmen „wassergeschützte Unterputz-Apparate“. Schalter und Steckdosen konnten nun bedenkenlos auch an Stellen im Haus sorgenfrei verbaut werden, wo es wie etwa im Keller schon einmal recht feucht werden konnte.

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt: das Gira System 55

Was heute selbstverständlich ist, war 1960 eine Revolution auf dem Markt: das modulare Baukastensystem. Es war die Grundlage für die Ende der 1990er Jahre von Gira entwickelte, geradezu revolutionäre Plattformlösung System 55, die rund 300 verschiedene Funktionen – darunter auch ungewöhnliche wie das „Radio in der Wand“ – in die Schalterwelt integriert, und dies in inzwischen fünf verschiedenen Designs mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Kunden können sich ihre Schalter ganz nach ihren eigenen Wünschen und passend zu ihrem jeweiligen Einrichtungsstil konfigurieren.
Auch heutzutage ist Gira im Bereich Beratung und Auswahl einen Schritt voraus. Mit dem Designkonfigurator ermöglicht Gira einen kundenorientierten Service. Kunden können ihr Wunschdesign mittels Augmented Reality via Smartphone oder Tablet direkt vor Ort zu Hause ausprobieren und sich so von der App bei der Entscheidungsfindung unterstützen lassen.

Meilensteine in Design und Funktionalität

Well amused: Das Programm S-Komfort begeistert international

Wenn Produkte gut sind, warum soll man sie nicht mit der ganzen Welt teilen? Mit dem Slogan „Switches have never been so beautiful“ („Schalter waren noch nie so schön“) bewirbt Gira 1970 seine exklusive Design-Schalterserie S-Komfort in englischen Publikationen. Die Serie ist das Resultat der Zusammenarbeit mit dem Designer Odo Klose, der auch in den Folgejahren Giras Produkt-Portfolio mit einigen unverwechselbaren Highlights bereichert. Vor allem die Serie S-Komfort erweist sich für Gira als Türöffner beim Einstieg in internationale Märkte.

Bunt auf Nachfrage: Die 80er verlangen nach kräftigen Farben

Begeisterte Gira in den 1970ern seine Kunden mit einem zurückhaltend edlen Schalterkonzept, geht das Unternehmen in den 1980ern mit der Zeit und erweitert sein Portfolio um farbenfrohe Modelle – denn nie war der Schrei nach Farbe größer. Architekten wünschen sich Schalter und Steckdosen, die zu den knalligen Farben der Kunststoff-Türgriffe von Hewi passen. Gira hört den Ruf, versteht ihn und setzt ein Konzept um: die Schalterserie S-Color. Sie wird nicht nur ein Verkaufserfolg, sondern gewinnt auch mehrere Designpreise.

Smart Millennium: das Jahrtausend der Möglichkeiten

Bis heute ist Gira – so Unternehmenschef Dirk Giersipen anlässlich des 111-jährigen Gründungsjubiläums – „mit großer Freude Schalterhersteller“. Doch zugleich ist Gira seit den frühen 1990er Jahren einer der Vorreiter bei der Digitalisierung der Gebäudetechnik. Das Unternehmen in Radevormwald gehört zu den Gründungsmitgliedern der EIB- und KNX-Association: Standards, die für eine Kompatibilität zwischen Haustechniken verschiedener Hersteller unterschiedlicher Gewerke sorgen. Die zum Milleniumswechsel präsentierte erste Version des Gira HomeServers bietet eine intelligente Vernetzung einzelner Komponenten und überzeugt durch einfache Handhabung. Von der Jalousie über die Beleuchtung bis zur Heizung sind die eigenen vier Wände ab jetzt bereit für die Smart-Home-Technologie der kommenden Jahre.
15 Jahre später gibt Gira der vernetzten Gebäudesteuerung erneut einen wichtigen Impuls. Mit dem Gira G1 steuern Sie nun vom Licht bis zur Türkommunikation Ihre gesamte Gebäudetechnik auf einer Touchscreen-Fläche von 9 x 16 cm und brauchen dafür nur einen Finger. Das prämierte Icon-Design macht die Bedienung intuitiv und kinderleicht. So sind Sie gerüstet für alle Neuerungen in Ihrem Haus.

Wie haben Sie die Veränderung in der Gebäudetechnik erlebt? Wann hatten Sie Ihren ersten Touchscreen in der Wohnung? Und auf welche Neuerung freuen Sie sich in der Zukunft? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Schlagwörter

Design Gebäudetechnik Gira Innovation

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