111 Jahre intelligente Gebäudetechnik

Innovative Gebäudetechnik und hoher Designanspruch − so kennen wir Gira. 1905 startete die Marke als Zwei-Mann-Start-up.

Wenn Begeisterung Erfolg schafft

Es sind Zeiten des Umbruchs. Automobile lösen Zugtiere ab, in ganz Deutschland entstehen dekorative Gebäude im Jugendstil, und die Industrialisierung hat durch die Elektrifizierung zusätzlichen Schub erhalten. Das neue Jahrhundert ist noch jung, als Richard Giersiepen sich verstärkt mit der Elektrotechnik zu beschäftigen beginnt – mit Erfolg. Bereits 1903 konstruiert er eine Weiterentwicklung des Tumbler-Schalters und lässt sie patentieren. Zwei Jahre später gründet er mit seinem Bruder Gustav das Unternehmen „Gebrüder Giersiepen, Fabrik von Apparaten für elektrische Beleuchtung“ im heutigen Wuppertal: der Anfang der Marke Gira. Hier produziert das Brüderpaar Lichtschalter und Teile für die Hausinstallation. Schon ein halbes Jahr nach Firmengründung gehen die ersten Produkte in den Export nach Großbritannien. Bald wird der Platz für das – heute würde man sagen – Technologie-Start-up in den angemieteten Räumen zu eng. Das Unternehmen zieht 1910 nach Radevormwald, um weiter zu expandieren. Heute zählt Gira mit mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur zu den größten Arbeitgebern im Bergischen Land, sondern zudem auch zu den international anerkannten Spitzenmarken der modernen Gebäudetechnik.

Innovationslust und Wertarbeit „Made in Germany“

Den Grundstein dafür legten die Gründerväter mit ihrem Pioniergeist, ihrer Innovationslust und ihrer Bereitschaft, Hergebrachtes immer wieder in Frage zu stellen und neue, mitunter auch außergewöhnliche Wege zu gehen. So wird die Steckdose Nr. 265 Mitte der 1920er Jahre für Jahrzehnte ein Vorreiter in Sachen Qualitäts- und Produktsicherheit. 1929 folgt der Doppel-Riegelschalter für Rechts- und Linksschaltung. Die patentierte Neuheit verdeutlicht den hohen Anspruch an Technologie, Funktionalität, Bedienfreundlichkeit, Qualität. Und die „gute Form“, die bis heute für die Produktionswerte von Gira und zugleich für beste Wertarbeit „Made in Germany“ steht. Zahlreiche renommierte Auszeichnungen wie der iF Design Award und der Red Dot Award für Gira Produkte unterstreichen dies. Alleine 2016 gewann das Unternehmen dreimal den German Design Award.

Innovative Produkte für Ihr Zuhause

Vom Lichtschalter zur intelligenten Gebäudetechnik

„Wir sind nach wie vor mit großer Freude Hersteller von Schalterprogrammen“, bekennt Dirk Giersiepen, der heute in der vierten Generation das Familienunternehmen führt, auch 111 Jahre nach Firmengründung. Doch Gira entwickelt schon vor der Jahrtausendwende smarte Produkte für die intelligent vernetzte Gebäudetechnik und gehört damit zu den Vorreitern der Digitalisierung des Wohnens. Das EIB /KNX System, das Gira mit ins Leben gerufen hat, vernetzt alle elektronischen Installationen im Haus miteinander. Die Steuerung geschieht automatisch oder zentral von einem beliebigen Ort aus. Benötigt wird heute dank neuster Entwicklungen lediglich ein Smartphone oder Tablet mit entsprechender App. Das Herzstück dieser Technologie bildet der 2000 eingeführte Gira HomeServer, der seither stetig weiterentwickelt wird. Er ermöglicht als Bordcomputer die zentrale Steuerung der Elektroinstallationen über das KNX System. Durch die benutzerfreundliche Bedienung lassen sich Licht, Heizung, Jalousien, TV- und HiFi-Anlagen, Sicherheitssysteme und vieles mehr komfortabel steuern und ebenso sicher wie effizient nutzen.

Verantwortung für die Zukunft

In 111 Jahren ist aus dem Zwei-Mann-Betrieb ein international angesehener Anbieter innovativer Systemlösungen für die elektrotechnische und vernetzte digitale Gebäudesteuerung geworden, der mit seinen Entwicklungen in den vergangenen 111 Jahren die Elektroinstallation und intelligente Gebäudetechnik mit beeinflusst hat. Und dabei immer wieder Maßstäbe gesetzt hat: in Sachen Technologie, Funktionalität, Formgebung, Qualität, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Nicht von ungefähr kommen Gira Produkte und Lösungen in mehr als 40 Ländern zum Einsatz, unter anderem im Berliner Hauptbahnhof, im Olympia-Stadion in Kiew, im „Messner Mountain Museum: Corones“ am Südtiroler Kronplatz oder im Banyan Tree Hotel in Schanghai.

Dabei fühlt sich Gira seit 1905 dem unternehmerischen Anspruch verpflichtet, in Denken und Handeln Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen: im Interesse der Kunden, der Beschäftigten, der Gesellschaft und der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Hieran knüpft auch die Gira Nachhaltigkeitsstrategie an, wie beispielsweise: Materialrecycling in der Kunststofffertigung, ein Schalterprogramm aus natürlichen, ökologisch gut verträglichen und zugleich langlebigen Materialien, grundlegende Optimierung der Energieeffizienz von Produktion und Gebäuden, aktives Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter und eine unternehmenseigene Kindertagesstätte, die die Beschäftigten dabei unterstützt, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

„Ein verantwortungsvolles Unternehmen produziert ebenso verlässliche wie zukunftsweisende Produkte und handelt dabei immer kundenorientiert“, bringt es der Geschäftsführende Gesellschafter Dirk Giersiepen auf den Punkt. „Zudem muss es in der heutigen Zeit stets die sozialen und ökologischen Effekte des eigenen Handelns im Blick behalten und daraus neu entstehende Anforderungen in seinen Leistungsprozess integrieren.“ Ein guter Ansatz, um die bisherige Geschichte gemeinsam mit Marktpartnern und Beschäftigten fortzuschreiben. Und um die Welt der Elektrotechnik und der Gebäudesteuerung, aber damit auch unsere Art zu wohnen und zu leben weiterzuentwickeln. Es wird spannend, dies mitzuerleben.

Welches war das erste Produkt von Gira, das Sie kennengelernt haben?

Schlagwörter

Gebäudetechnik Innovation Lifestyle Smart Home Wohnkomfort

Kommentare (4)

C
Carsten 06.08.2016  |  15:40

Das erste Gira Produkt, an das ich mich erinnern kann: Gira Flächenschalter im Ende der 1960er Jahre gebauten Haus meiner Großeltern. Die waren so völlig anders (und viel schöner) als die bis Schalter, die ich bis dahin kannte …

S
Sandro Abbate 08.08.2016  |  12:04

Hallo Carsten, das ist eine tolle Geschichte und eine schöne Erinnerung, die wir stolz sind mit Ihnen zu teilen. Herzliche Grüße, Sandro Abbate

F
Frank 12.08.2016  |  8:53

Wirklich wahrgenommen habe ich das S-Color als es auf den Markt kam. Zum ersten Mal gab es bunte Schalter und Steckdosen auf dem Markt.

D
Der Bau eines neuen Gira-Werks hat begonnen 10.11.2016  |  15:58

[…] das 1905 gegründete Familienunternehmen bedeutet das Bauvorhaben die größte Investition in der 111-jährigen Firmengeschichte. Nicht nur mit Blick auf die Höhe des eingesetzten Kapitals, sondern auch weil es – so Dirk […]

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