Zum 150. Geburtstag von Frank Lloyd Wright

„Jeder große Architekt ist – notwendigerweise – ein großer Dichter. Er muss ein großer origineller Interpret seiner Zeit sein." Dieses Zitat stammt vom amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright. Und ohne Zweifel zählt Wright zu den ganz großen Architekten seiner Zeit.

Ohne Studium zum prägenden Architekten

Frank Lloyd Wright wird 1867 in Richland Center, Wisconsin geboren. 1885 startet er ein Maschinenbau-Studium, das er jedoch nach nur zwei Jahren wieder abbricht. Er beginnt, beim Architekten Joseph Lyman Silsbee in Chicago zu arbeiten und wechselt kurze Zeit später zu Dankmar Adler und Louis Sullivan, die schon damals zu den Größen der Chicagoer Schule zählen. Hier kann er bereits zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und entwirft in seiner Freizeit die ersten Wohnhäuser und entwickelt seinen eigenen Stil mit offenen Grundrissen, weit überstehenden Dächern und breiten Bandfenstern.  



Organische Architektur im Einklang mit der Natur

Kurz nachdem Wright sein eigenes Architekturbüro gegründet hat, entwickelt er seine Markenzeichen zu einem neuen Architekturstil, der Prairie School. Hier verbindet er moderne Geometrien mit Ornamentik und betont die Horizontale. Alle Details bis hin zum Interieur sind integrale Bestandteile seiner Architektur und von ihm selbst entworfen.  Bereits im Jahr 1901 hat er über fünfzig Häuser im Prairie-Style mit ihren typischen flachen Satteldächern und den prominent eingesetzten Schornsteinen entworfen. Immer wichtiger wird dem Architekten, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Seine Arbeiten sind prägend für die organische Architektur, deren Ziel die Harmonie von Gebäude und Landschaft ist. Dabei soll das Farbspektrum zum Beispiel der umgebenden Natur zu den Materialien des Hauses passen. Darüber hinaus wird die Form auf das Wesentliche reduziert, wobei die verwendeten Materialien möglichst natürlich und unverfälscht bleiben – so soll Holz soll auch aussehen wie Holz. Weitere wichtige Vertreter der organischen Architektur sind Antoni Gaudí, Louis Sullivan oder Hugo Häring. 

Einblicke in Wrights berühmtes „Falling Water House"

Quelle:indmediastore/ Youtube

Nach dem Zweiten Weltkrieg verändert Wright seinen Stil noch einmal und schafft mit dem New Yorker Guggenheim Museum und dessen Raumspirale eines der bekanntesten Museen weltweit. 

Das Gebäude gilt als sein Vermächtnis. Als der große Architekt 1959 stirbt, hat er über fünfhundert Bauwerke geschaffen, die nach Harmonie zwischen Architektur und Umwelt streben.

Quelle: istock/ Fotograf: ferrantraite

Was meinen Sie – sollte Architektur aus der Umgebung herausstechen oder sich harmonisch in die Landschaft einpassen?

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