Tom Dixon: von der Garage in den Designolymp

Tom Dixon ist Designer, Marke und Großunternehmer. Seine Karriere ist so außergewöhnlich wie viele seiner Entwürfe. Denn Dixon hatte ursprünglich keine großen Ambitionen als Designer durchzustarten. Jedenfalls brach er sein Kunststudium ab. Kreativ war er aber schon immer. So war Dixon nach dem erfolglosen Studium zunächst als Musiker tätig – ebenfalls eher erfolglos – bevor er begann, in den Achtzigerjahren in einer Garage Schrott zu Designobjekten zusammenzuschweißen. Die Werke fanden schnell Käufer und bald wurde er von namhaften Firmen entdeckt. Dixon entwirft nun für die italienischen Möbelmarken Cappellini und Moroso. 1998 bis 2005 war er Creative Director bei Habitat. Heute designt er für seine eigenen Firmen Tom Dixon und die von ihm übernommene finnische Marke Artek.

„Ich bin am besten, wenn ich nicht so gut bin“

Mit seinem „S-Chair“, den er in den Neunzigerjahren für Cappellini entwarf, gelang Dixon der Durchbruch.


Der formvollendet geschwungene S-Chair gilt heute als Klassiker und ist unter anderem im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt. Im Jahr 2002 gründete Dixon in London sein eigenes Unternehmen „Tom Dixon“, wo er seitdem seine eigenen Möbel und Einrichtungsgegenstände herstellt und vertreibt. Neben dem Headquarter in London können mittlerweile auch in zahlreichen Tom Dixon-Showrooms weltweit die Designstücke bewundert und erstanden werden. Dixon bleibt trotzdem bescheiden. In einem Interview mit dem Magazin „Architektur und Wohnen“, meinte Dixon im Jahr 2008: „Die einzige Qualifikation, die ich habe, ist ein Töpferkurs. In der Schule.“ Dabei ist er sicher, dass es auch Vorteile haben kann, wenn man kein Profi ist. „Wenn einem die Materie zu bekannt ist, fängt man schnell an, sich zu wiederholen. Ich bin am besten, wenn ich nicht so gut bin“, sagt er in dem Interview.

Der S-Chair von Tom Dixon für Cappellini

Tom Dixon ist dabei nicht einfach nur Designer, sondern auch Unternehmer, der seine Produkte selbst vertreibt. Bekannt wurde er unter anderem durch seine PR-Aktion: Jedes Jahr stellt Dixon anlässlich der Londoner Design Week eine Woche lang Sessel oder Leuchten in großer Stückzahl am Trafalgar Square aus. Am letzten Tag werden die Stücke unter großer Aufmerksamkeit verschenkt. Geboren wurde der talentierte Autodidakt übrigens 1959 in Sfax, Tunesien, als Sohn einer französischen Mutter und eines britischen Vaters. Als er vier Jahre alt war, zog die Familie nach Großbritannien um.

Aushängeschild Tom Dixon Leuchten

Das Produktportfolio aus dem Hause Dixon ist vielfältig. Von edlem Tischbesteck bis zum Teelichthalter, entwirft Dixon mit seinem Team vor allem Interieur und Alltagsgegenstände.

Einen wichtigen Stellenwert nehmen dabei die Tom Dixon Leuchten ein. Einen Meilenstein legte das Label mit der Leuchtenserie „Melt“, eines der erfolgreichsten Produkte aus dem Hause Dixon. Im ausgeschalteten Zustand wirkt die Leuchte fast völlig verspiegelt, während der Körper im beleuchteten Zustand transparent wird. Zu britischem Design meint Tom Dixon: „Es ist nicht so leicht und filigran wie italienisches und weniger strukturiert als das schwedische Design.“ Den Schwerpunkt seiner Arbeiten legt Dixon auf zwei Ebenen: individuelles, handwerkliches Design auf der einen Seite und andererseits wird das Design der Tom Dixon Leuchten von neuen Technologien geprägt. Dabei soll trotzdem Natürlichkeit vermittelt werden, so Dixon. „Durch die verwendeten Materialien ebenso wie durch Schattenspiele, die an einen Waldspaziergang oder Reflektionen im Wasser erinnern.“ Ein Beispiel einer klassischen Tom Dixon Leuchte, die mit Schatten spielt, ist etwa die Pendant Tube im edlen Retrodesign.

Lampen von Tom Dixon: ein Design-Highlight für jedes Zimmer

Wie gefällt Ihnen das Design von Tom Dixon? Bevorzugen Sie filigrane Formen oder klare Strukturen? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

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