Connected Cars: Die Zukunft des Autos ist vernetzt

Autos werden immer smarter. Connected Cars sind für Tech-Unternehmen wie Google, aber auch altbekannte Automobilhersteller wie Mercedes oder BMW schon lange keine Zukunftsvision mehr.

Von Knight Rider zum Alltagshelfer

Vor gar nicht langer Zeit waren selbstfahrende Autos mit noch eine futuristische Vorstellung, die man nur aus Filmen und Fernsehserien wie Knight Rider kannte. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung vieler Alltagsgegenstände vom Smartphone bis zum Smart Home hat sich auch in der Automobilbranche einiges getan. Connected Cars sind alltagstauglich geworden. Vieles von dem, was man sich vor einem Jahrzehnt kaum vorstellen konnte, ist heute bereits Realität. Der Markt für smarte Fahrzeuge wächst kontinuierlich. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung McKinsey: „Allein im Verlauf des vergangenen Jahres hat sich die Zahl der Kunden, die für ein besser vernetztes Auto sogar einen Wechsel ihrer Fahrzeugmarke in Erwägung ziehen würden, nahezu verdoppelt.“

Was macht ein Auto zum Smart Car?

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Ausstattung von Fahrzeugen zwischen datengestützten Diensten und datengestützten Fahrfunktionalitäten. Für Autofahrer haben zur Zeit Dienste Priorität, die direkt mit dem Fahren in Verbindung stehen. Dazu gehören zum Beispiel vernetzte Navigationssysteme, Parkplatzfinder oder Werkstätten-Services. Daneben gibt es die sogenannten generischen Dienste. Das sind Dienste, die man auch unabhängig vom Auto bereits nutzt, wie etwa Messaging-Dienste, Social Media, Internetzugang oder eine persönliche Musikbibliothek.

Datengestützte Fahrfunktionalitäten für maximalen Komfort

Einen Schritt weiter in Richtung Knight Rider gehen datengestützte Fahrfunktionalitäten. Hierunter fallen vorwiegend Funktionen rund um den Bereich Automatisierung. Enge Parklücken stellen zum Beispiel mit selbstparkenden Autos kaum mehr ein Problem dar. Auch das Risiko von Auffahrunfällen kann durch datengestützte Fahrfunktionalitäten reduziert werden, indem das Auto den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug berechnet und automatisch abbremst, wenn dieser zu gering wird. Die Automatisierung geht sogar so weit, dass vollkommen autonomes Fahren ganz ohne Einwirkung des Fahrers möglich ist.

Google-Konzern arbeitet am selbstfahrenden Auto

Der US-amerikanische High-Tech-Gigant ist schon seit längerem damit beschäftigt, ein selbstfahrendes Auto zu entwickeln. Das Auto soll weder Pedale noch Lenkrad haben und komplett vom Computer gesteuert werden. Das Google Car wurde im letzten Jahr bereits Journalisten vorgestellt. Dank eines Laser-Scanners auf dem Dach und vielen weiteren Sensoren, die auch tote Winkel im Verkehr abdecken, soll das Auto sehr sicher sein. Der Prototyp bietet Platz für zwei Fahrgäste und fährt auf Knopfdruck eine vorprogrammierte Strecke, die man über ein Display verfolgen kann. Momentan ist Google auf der Suche nach Partnern aus der Automobilindustrie, wo allerdings auch schon eigene autonome Autos entwickelt werden. Audi, BMW und Mercedes forschen bereits an selbstfahrenden Autos, während Volvo wohl 2017 erste Testwagen an Kunden ausgeben will.

Das Google Auto in Aktion

Quelle: Google Self-Driving Car Project/YouTube

Connected Cars: Wann sind autonome Autos bereit für die Straße?

Die Frage sollte eher lauten: „Wann sind die Straßen bereit für autonom fahrende Autos?“ Denn die Technik für selbstfahrende Fahrzeuge ist im Grunde schon weit genug ausgereift. Bislang schränken Vorschriften die Umsetzung fahrerlosen Fahrens noch ein. Demnach muss der Fahrer zumindest im Notfall in der Lage sein, das Auto selbst zu steuern. Experten sagen jedoch, dass In 20 Jahren fahrerlose Autos Standard sein werden, Taxis ohne Chauffeur schon in zehn.

Wenn das Auto den Tisch im Restaurant bestellt

Auch heute sind Automobile in Sachen Vernetzung und Automatisierung schon sehr weit. Vom Luxuskarossenhersteller Rolls Royce etwa ist man Höchstmaß an Komfort und Qualität gewohnt. Dafür zahlt der Kunde schließlich auch einen entsprechenden Preis. In neueren Modellen bieten die Briten ihren Kunden so einiges.

Per Connect-System sucht die Limousine nach dem besten Weg zum Restaurant, während der Concierge sich schon um die Tischreservierung kümmert. Die Navigationsinfos erhält der Fahrer auf einem Monitor, den er bei Bedarf auch unter einer eleganten Abdeckung verschwinden lassen kann.

Das Connect-System ist mit einem Concierge-Service verbunden, der in Notfällen telefonisch kontaktiert wird. Rolls-Royce ist nur ein Beispiel für zahlreiche Automobilhersteller, die mit Connected Cars immer mehr smarte Technik in ihre Fahrzeuge integrieren. Hier wird sich in Zukunft noch vieles tun und die Automatisierung wird nicht nur den Kundenkomfort und die Sicherheit erhöhen. Durch effizienteres Fahren werden auch die CO2-Emissionen reduziert und die Staugefahr gesenkt. Die Entwicklung des Automobilmarktes bleibt also spannend.

Was ist Ihre Meinung zum Thema Connected Cars? Welche Features schätzen Sie besonders, auf welche können Sie verzichten? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

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