Prestigebauten und Großprojekte auf allen Kontinenten

Während der St.-Jakob-Park in Basel durch einen Mantel aus lichtdurchlässigen Kunststoffelementen besticht, haben sich die Baumeister für die Münchner Allianz Arena eine Hülle aus aufblasbaren Kunststoffkissen ausgedacht. Der Entwurf für das Olympiastadion in Beijing präsentiert sich hingegen futuristisch mit einer nach außen gewölbten Gitterstruktur aus verschweißten Stahlträgern. Auch renommierte Museumsbauten wie die Tate Modern in London und das de Young Museum in San Francisco stammen vom Architektenduo, während ihnen der jüngste Geniestreich mit dem Entwurf und der Planung der Hamburger Elbphilharmonie gelungen ist.

Ein Sammelsurium namhafter Auszeichnungen

Für ihre zahlreichen Prestigeaufträge haben Herzog und de Meuron bereits eine Vielzahl an internationalen Auszeichnungen gewonnen.

Die Royal Gold Medal des Royal Institute of British Architects (RIBA), der japanischen Praemium Imperiale und die Große Nike vom Bund Deutscher Architekten (BDA) sind nur einige davon. 2001 wurden die Basler zudem mit dem Pritzker-Preis, der als Nobelpreis der Architektur gilt, geadelt.

Bodenständig, auch bei dem „was Gott verboten hat“

Trotz ihrem globalen Ruhm haben es Herzog und de Meuron geschafft, sich selbst und ihren Wurzeln treu zu bleiben. Im Grunde ginge es in ihrer Kunst ja immer um das Gleiche, stellt Herzog fest: Es braucht Boden, Decke, Wände, Öffnungen, Licht, Gerüche und Materialien. Was sich verändere, seien lediglich die Ausdrucksmittel. Und dabei seien die beiden eben etwas flexibler als andere Architekten. Gewohnt prätentiös fasst es Herzog zusammen: „Wir verwenden auch das, was Gott verboten hat.“