Ein3Drucksvolles Interior Design

Moderne Fertigungsverfahren wie der 3D-Druck oder die Vakuum-Formung bieten vollkommen neue Möglichkeiten der Gestaltung. Eine Zeit lang der Industrie vorbehalten, drängt die entsprechende Technik nun – in kleinem Maßstab – in die heimischen vier Wände. Die „FormBox“ bietet eine günstige Alternative zum 3D-Druck. Dafür brauchen Sie lediglich eine pfiffige Idee – und einen Staubsauger.

In Form gebracht: der Unterschied zwischen 3D-Druck & Vakuum-Formung

Vereinfacht könnte man sagen, dass Sie per 3D-Druck ein fertiges Endprodukt herstellen können oder mit dem Verfahren des Vakuum-Formens zunächst eine Form dafür. Deshalb eignet sich letzteres auch hervorragend, um Ihr Interior Design zu individualisieren. Blumentöpfe und Kerzenhalter, können dank Musterform unkompliziert mehrfach hergestellt werden. Außerdem haben Sie freie Wahl beim Material. 


Form/schön: schneller als ein 3D-Drucker

Es klingt verführerisch: „Schneller als ein 3D-Drucker, leichter als Kuchenbacken, angetrieben von Ihrem Staubsauger.“ Ob dieser Claim für Sie persönlich stimmt, hängt vermutlich in letzter Instanz von Ihren Backkünsten ab. Das Verfahren der FormBox scheint aber überschaubar und unkompliziert.

Zunächst bedarf es eines Objekts, das Sie gerne als Form replizieren möchten. Von der Natur inspirierte Formen, geben der Inneneinrichtung oft einen individuellen Touch. Wenn Sie ein Objekt gefunden haben, welches als Vorlage dienen soll, legen Sie dieses in die FormBox. Nun legen Sie ein Materialblatt Ihrer Wahl in die FormBox. Soll die Form im Anschluss direkt als Deko Platz in der Wohnung finden, können Sie aus verschiedenen Farben wählen. Dient das Ergebnis lediglich als Gussform, reicht eine transparente Folie.

Innovativ und handlich: Die Formbox ermöglicht Interior Design auf Knopfdruck

Quelle: Mayku Industries

Umformung: mit dem Staubsauger modellieren

Die entsprechende Folie wird im Gerät erhitzt und per Schiebemechanismus über das gewählte Objekt gezogen. Wie ein zweite Haut, legt sich das gewählte Material über Ihre Vorlage. Ihr Staubsauber wiederum erzeugt ein Vakuum, das innerhalb von Sekunden einen perfekten Abdruck erzeugt. Nachdem das Material abgekühlt ist, können Sie es bei Bedarf weiterverarbeiten oder befüllen. 

Erfolgreich geformt: The FormBox auf Kickstarter

Hinter der Vakuum-Formung für den Hausgebrauch steht Mayku – ein britisches Kleinunternehmen.  Wie viele Start-Ups dieser Tage, präsentiert und vertreibt Mayku sein Produkt über eine Kickstarter-Kampagne

Mit knapp 310 Euro ist auch das Starter-Kit nicht eben günstig – aber günstiger. 

3D-Drucker beginnen in der Regel bei 400 Euro, für gute Ergebnisse werden meist Modelle ab 2000 Euro. Erhältlich sein soll die Formbox ab diesem Winter.

Das FormBox-Starterpaket kommt mit einer Auswahl von 30 Materialfolien. Laut Mayku sollen diese direkt via Website (nach)bestellbar sein. Mithilfe von Drittanbietern sollen die Folien aber auch im lokalen Einzelhandel erhältlich sein, beispielsweise im Bastelbedarf.

Ausgeformt
The FormBox ist eine vergleichsweise günstige Technik, um Ihre Inneneinrichtung entweder aufzupeppen oder einen völlig eigenen Stil zu kreieren. Dank unkomplizierter Anwendung ist die Vakuum-Formung zudem eine echte Alternative zum 3D-Druck. Im folgenden Video erhalten Sie einen Eindruck von der Funktionsweise:

Quelle: Team Mayku / YouTube

Haben Sie bereits Erfahrungen mit 3D-Druck oder der Vakuum-Formung gemacht? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

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